Die Erde auf Händen tragen

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Inspiriert durch die Ausstellung Betonix der Künstlerin Angelika Thon im Gleisdorfer Stadtpark sammelten meine Tageskinder Elisa, Flora, Livia, Malin und ich verschiedene Erden. Wir sammelten feinen Sand aus der Sandkiste, duftende Walderde beim Waldausflug, krümelige Gartenerde aus dem Gemüsebeet, lockere Maulwurfserde aus dem Garten und feste Erde von der Baustelle „Südspange“ in St. Ruprecht.

Kinder spielen gerne mit Erde. Sie schaufeln, graben, ziehen Spuren, benutzen sie zum Kochen in der Gatschküche, formen, sieben, schütten Hügel auf, verstreuen sie, vermischen sie mit Wasser und trocknen sie in der Sonne.

Mit ihren Sinnen riechen, schmecken, fühlen und entdecken sie selbstvergessen mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit unsere Mutter Erde. Sie sammeln so ihre ersten Erfahrungen und bekommen einen Bezug dazu.

Wir schützen unseren Planeten

Jedes Kind hielt symbolisch Erde in seinen Händen und Armen, als Zeichen dafür, die Erde zu schützen. So wie man ein Baby in seinen Armen hält, um es zu schützen. Die Fotoportraits „die Erde halten“ der Kinder durften wir bei der Ausstellung Betonix installieren. Gemeinsam mit den Kindern, Eltern, Großeltern und unserer Regionalstellenleiterin Virginie Krainz besuchten wir die Ausstellung.

Angelika Thon erklärte, wie wichtig es ist aufzuzeigen, dass täglich Boden unwiederbringlich versiegelt wird und wir sie schützen müssen für unsere nächsten Generationen. Alle Kinder wollen auf einem gesunden Planeten leben. Sie sind noch klein. Sie können nicht sagen: „Stoppt die Bodenversiegelung. Schluss mit dem Raubbau natürlicher Ressourcen. Wir wollen, dass unsere Welt gesund wird.“

Es ist unsere Verantwortung, uns dafür einzusetzen, dass die Kinder in Zukunft auf einem lebenswerten Planeten leben können. Als Tagesmutter gelingt es täglich, meinen Tageskindern die Schönheit und Vielfalt unserer Erde erfahrbar zu machen.

Susanna S., Tagesmutter aus St. Ruprecht/Raab

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