Erfolgreiche 14 Jahre

erfolgreiche

Als ich 2008 ins Unternehmen kam, war meine Tochter bereits erwachsen. Ich konnte mich also mit ganzem Herzen und voller Kraft, mit großem Respekt und viel Begeisterung dieser Aufgabe widmen. Heute kann ich sagen, meine Arbeit bei Tagesmütter Steiermark war mein Leben. Und ich sage dies dankbar, glücklich und stolz. Und dass ich heute hier glücklich und stolz über erfolgreiche 14 Jahre berichten kann, hat zum überwiegenden Teil mit dem Team zu tun. Jede einzelne hat dazu einen großen und wertvollen Beitrag geleistet.

Meine Grundsätze

  • Ein schlagkräftiges Team formen, das vertrauensvoll gemeinsam an einem Strang zieht
  • Projekte starten
  • Freiraum für Entfaltung und Kreativität geben
  • Eigenständigkeit zulassen und fördern
  • ein offenes Ohr für berufliche und auch private Anliegen zu haben
  • in kritischen Situationen Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen
  • Widerstand aushalten
  • Erfolge und Feste gemeinsam feiern

Nach diesen Grundsätzen wollte ich handeln. Ich hoffe, dass ich diesem selbst gestellten Anspruch auch oftmals gerecht wurde.

Anlässe zum Feiern

Just in den Jahren der Wirtschaftskrise erlebten wir einen großen Zuwachs an Tagesmüttern. Die Zeit war gepaart mit der Gratisbetreuung und ich erinnere mich, als wir auf die 100. Tagesmutter in der Regionalstelle Graz mit einem Gläschen Sekt angestoßen haben.

In dieser Zeit feierten wir unsere 35 Jahre am Schlossberg. Wir hatten zwar keinen Gastreferenten, denn der saß am Flughafen fest. Aber wir vergnügten uns dafür bei Musik und Tanz.

Unvergessen dafür unsere 40-Jahr-Feier in der Aula der Alten Universität im Jahr 2014. Das „Happy Birthday“ gesungen von der stimmgewaltigen Sängerin Angy und ein fulminantes Feuerwerk aus Glitzerschlangen waren die Geburtstagsüberraschung für Augen und Ohren der 300 Gäste.

Qualität in der Betreuung

Als oberstes Ziel meiner Arbeit sah ich die Qualität in der Kinderbetreuung durch unsere Tagesmütter und -väter sicher zu stellen sowie die Rahmenbedingungen für Tagesmütter und -väter zu verbessern. Dabei habe ich die Dimension des politischen und behördlichen Einflusses unterschätzt. Politische Landschaften ändern sich rasch, Gesetze, Verordnungen, Zuschüsse und Förderungen sind nicht in Stein gemeißelt. Politiker und Politikerinnen kamen und gingen und Gespräche und Verhandlungen mussten wieder von vorne beginnen.

Diese Erfahrung prägte die lange Zeit der Gespräche und Verhandlungen zum Thema Fixlohn für Tagesmütter und -väter und konnte leider noch immer zu keinem zufriedenstellenden und anhaltendem Ergebnis geführt werden.

Zur Sicherstellung der Betreuungsqualität war es notwendig in die Ausbildung und in die Fortbildung der Tagesmütter und -väter zu investieren. Gemeinsam haben wir dies ermöglicht und vorangetrieben.

Wir zählten zu den ersten Ausbildungsträgern Österreichs, die das Gütesiegel zur Ausbildungsqualität durch das Bundesministerium verliehen bekamen.

In meiner Zeit stellten wir die Fortbildungen auf eine neue Schiene. Aus einstündigen Abendvorträgen entstand ein ansprechendes Fortbildungsprogramm mit eintägigen Veranstaltungen. Heute ist dieses Fortbildungsprogramm auch für externe TeilnehmerInnen zugänglich, wird gut angenommen und stellt für die Zukunft ein ausbaufähiges Standbein dar.

Ich durfte fünf MIKADO-Abschlüssen und drei Fortbildungen zur KJH-Tagesmutter, anfangs noch GRISU genannt, und einer wundervollen 20-Jahr-Feier im Haus der Frauen beiwohnen.

Eine Reihe von Projekten

Wir wagten ein EU-Projekt, aus dem das Curriculum LIMERIC entstand, wofür wir auch die GRAZIA verliehen bekamen. Einmalig konnten wir auch die Finanzierung eines LIMERIC-Lehrganges aufstellen und die Fortbildung durchführen.

Wir führten TAS-Beobachtungen im Unternehmen ein und so ermöglichte ich einigen Mitarbeiterinnen eine dazu notwendige Fortbildung am PAED QUIS Institut in Berlin zu absolvieren.

Wichtig erschien mir auch die persönliche und berufliche Weiterentwicklung der Organisationsmitarbeiterinnen. So unterstütze ich die Umsetzung eines internen   Führungskräfte-Curriculums und zahlreiche externe Fortbildungen, von denen alle profitiert haben. Personalentwicklung war mir immer sehr wichtig und sollte auch weiterhin einen hohen Stellenwert im Unternehmen haben.

Für unser zweijähriges Gesundheitsförderprojekt aktiv und vital wurden wir mit dem Förderpreis „Fit im Job“ in der Grazer Helmut-List-Halle vor 300 Gästen ausgezeichnet. In der Umsetzungsphase dieses Projektes erinnere ich mich an viele Workshops, in denen produktiv, ressourcenorientiert und gemeinsam mit den Tagesmüttern lustvoll an Themen zur eigenen Resilienz, Gesundheit und positiven Lebensführung gearbeitet wurde. Zahlreiche dieser Ideen haben wir dann umgesetzt. Und heute gibt es ein im Unternehmen verankertes Betriebliches Gesundheitsmanagement.

Ein großes Erfolgsprojekt ist das Standbein Betriebstagesmutter. Im Jahr 2008 wurde die erste Betriebstagesmutter bei der Firma Möstl und Pfeiffer eingerichtet. Heute kooperieren wir mit 14 Betrieben und beschäftigen 23 Betriebstagesmütter. Weitere Betriebe stehen bereits in der Umsetzung. Und so hoffe ich sehr, dass alle kommenden Stellen auch wieder mit ausgebildeten Tagesmüttern und -vätern besetzt werden können.

Es ließe sich die Liste mit ihren täglichen Erfolgen und ihren so wichtigen und wertvollen Beiträgen, die das Unternehmen so groß und erfolgreich macht, noch lange fortsetzen.

Ich denke aber, die letzten zwei Jahre sollten nicht unerwähnt bleiben. Wenige Zusammenkünfte, keine sozialen Kontakte, Projekte, die meist Krisenprojekte waren. Ein großer Wehrmutstropfen in meinen 14 Jahren war die Einstellung unserer von Eltern sehr wertgeschätzten und dringend benötigten Dienstleistung genau jetzt – die Betreuung kranker Kinder, die Corona bedingt eingestellt werden musste.

Mein Lebensmotto

So möchte ich mit meinem Lebensmotto schließen. Es ist mir bewusst, dass wir natürlich nicht alles im Leben selbst in der Hand haben und dennoch war dieser Gedanke Richtschnur in meinem Leben: Die beste Möglichkeit die Zukunft vorherzusagen, ist sie selbst zu gestalten.

Und in diesem Sinne wünsche ich allen aus ganzem Herzen, privat wie beruflich, viele Möglichkeiten des freudvollen und motivierten Gestaltens.

Aus tiefer Überzeugung übergebe ein wundervolles Team, das im wechselseitigen Respekt miteinander arbeitet. Ich wünsche der neuen Geschäftsführerin Daniela Wohlmuth viel Erfolg und Freude mit diesen tollen Frauen.

Michaela Linhart, ehem. Geschäftsführerin

Stimmen aus dem Unternehmen

Es war eine große Freude unter der Leitung von Michaela Linhart zu arbeiten. Ihren unermüdlichen Einsatz, ihre hervorragende Rhetorik, sowie immer ein offenes Ohr, ob beruflich oder privat, habe ich sehr geschätzt.

Mit einem Schmunzeln denke ich gerne an unsere gemeinsame Fahrt nach Mariazell im Winter zurück. Das Fahrzeug vor uns ist an einer der steilsten Stellen am Seeberg zum Stehen gekommen, also musste Michaela Linhart schnell, konzentriert und mutig reagieren. Sie gab ordentlich Gas und es gelang ihr, das vordere Fahrzeug zu überholen. Wir sind gesund und heil in Mariazell angekommen und mit viel Adrenalin im Blut konnten wir alle weiteren Gespräche erfolgreich abschließen.

Danke für die gute Zusammenarbeit und das Verständnis, dass in jeder Region andere Gegebenheiten und Brauchtümer vorliegen und dass das immer wieder berücksichtigt wurde.

Michaela Linhart war ruhig, besonnen und gleichzeitig sehr humorvoll. Sie war stets lösungsorientiert und ist hinter mir als Mitarbeiterin gestanden. Die Zusammenarbeit mit ihr war aus meiner Sicht sehr gut.

Ich habe Michaela Linhart als meine Vorgesetzte immer sehr geschätzt – sie hatte stets ein offenes Ohr, ihr Rückhalt und ihre Unterstützung waren mir immer sicher. Und in schwierigen Situationen haben wir meist „zusammen laut nachgedacht“, um eine Lösung zu finden. Großes Danke für alles.

Wir wünsche ihr alles Gute für die Pension und bedanken uns für ihr Vertrauen. Gleichzeitig begrüßen wir Daniela Wohlmuth als neue Geschäftsführerin im Unternehmen und wünschen ihr einen guten Start.