Praktikum bereitet auf den Job vor

praktikum

Carina und Melanie absolvierten die Ausbildung zur/zum Tagesmutter/-vater und KinderbetreuerIn. Da gibt es nicht nur viel theoretischen Unterricht, sondern auch praktische Einheiten. Die TeilnehmerInnen machen je ein Praktikum bei zwei unterschiedlichen Tagesmüttern und eines in einer Betreuungseinrichtung. Beide absolvierten ihre Praktika bei mir in der Kindergruppe.

Das Praktikum ist immer zu schnell vorbei

Carina absolvierte die 40 Stunden ihres Praktikums innerhalb einer Woche, sodass die Zeit viel zu schnell um war. Sie konnte die Kinder mit ihrem Fingerpuppenangebot schnell begeistern und hat sich sehr gut an unseren Tagesablauf gewöhnt. Im Garten spielte sie mit den größeren Kindern Fußball und das Highlight war sicher, als der Ball am Dach landete. Zum Glück ist er gleich wieder herunter gerollt und in den Garten gefallen. Am letzten Tag schenkte sie jedem Kind zum Abschied ein Malbuch. Carina war nicht nur eine große Hilfe in unserem Tagesablauf, sondern hat auch enorm viel gelernt!

Auch Melanie war leider nur eine Woche da, die für uns alle sehr rasch verging. Sie hatte das Glück, dass immer alle Kinder anwesend waren. So konnte sie sehr gut üben, wie es sich anfühlt als Tagesmutter zu arbeiten. Ich lasse die PraktikantInnen meistens in der zweiten Woche – falls die 40 Stunden auf zwei Wochen aufgeteilt sind – den Tagesablauf übernehmen und begleite sie im Hintergrund.

Viel Erfahrung als Mama

Sie unterstützte mich nicht nur in der Arbeit mit den Kindern, sondern brachte auch schon viel Erfahrung mit. Sie hat selbst vier eigene Kinder, wovon eines Autismus hat. Daher bringt sie sehr viel Erfahrung aus „Mamasicht“ mit und kann den Umgang mit einem autistischen Kind gut in die Arbeit einbauen. Natürlich kann sie auch sehr gut die Seite der Mama verstehen. Sie ist sehr emphatisch und spürt sehr schnell, was Kinder brauchen. Wir haben gesungen und ein Fingerspiel geübt und Meli hat mit den Kindern ein Geschenk gebastelt. Wir bastelten ein Blumensamenherz aus Papierschnipsel. Dieses Herz können die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern in den Garten setzen.

Wir zeigten Meli ein paar von unseren Spazierwegen und unsere Waldrutsche, die die Kinder so lieben. Die Kinder haben sich von Beginn an mit ihr sehr gut verstanden. Es war eine schöne, kurze Woche mit ihr! Ich würde mich freuen, sie als Kollegin und als MIKADO-Tagesmutter begrüßen zu dürfen.

Eine spannende Zeit

Ich erlebe die Zeit mit den PraktikantInnen als sehr interessante und freue mich jedes Mal, neue Menschen kennenzulernen. Es gibt schüchterne, es gibt jene, die vom ersten Tag mit anpacken. Am Ende nehmen sie alle einen großen Sack mit Erfahrungen mit. Mir ist wichtig, dass sie im Praktikum viel ausprobieren und ein Gefühl dafür bekommen, ob es für sie passt.

Ich bin Praktikumstagesmutter, weil ich es als große Chance sehe, Werbung für unseren Beruf zu machen. Bis jetzt waren noch alle sehr überrascht, was eine Tagesmutter alles leistet. Denn auch das ist wichtig – zeigen, dass wir gut ausgebildet sind und die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten und unterstützen. Und manchmal zeigen wir Eltern, wohin sie sich wenden können, wenn ihr Kind etwas mehr Unterstützung braucht.

Michaela A., Tagesmutter aus Wutschdorf