Massagen tun auch Kindern gut

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Wir haben uns heuer viel mit Massagen, mit und ohne Materialien und kleinen Massagegeschichten beschäftigt. Den Kindern machen diese Einheiten sehr viel Spaß und es ist schön, wenn wir uns füreinander Zeit nehmen. Das fehlt jetzt hin und wieder. Dabei sind Körperkontakt und Zuwendung für die kindliche Entwicklung und die psychische Stabilität enorm wichtig.

Gerade in herausfordernden Zeiten, wie wir sie jetzt hatten, kann man Kinder damit gut unterstützen. Daher wollen wir die Massagen immer wieder einmal einplanen. Ich habe bemerkt, dass manche Kinder anfangs noch ein bisschen zurückhaltender sind, was ganz in Ordnung ist. Aber mit der Zeit interessieren auch sie sich immer mehr dafür und können kleine Massagen durchaus genießen.

Ich suchte also nach einem Motto, bei dem wir Spiel, Spaß und kleine Massageeinheiten gut kombinieren können. Ich habe zwei „große“ Buben dabei, die sich sehr für Autos interessieren. Die beiden kommen im Herbst in den Kindergarten und daher überlegte ich mir, ihnen noch einmal eine ganz große Freude zu machen.

Unser Autoprojekt

Wir lernten ein neues, ganz einfaches Lied: „Ein Auto fährt tut, tut, … „. Den Kindern gefiel dieses Lied sofort und wir konnten es immer wieder in unseren Spielealltag einbauen.

Wir saßen im großen Kreis saßen und führten hin und wieder Gespräche über Autos. Jedes Kind erzählte gerne, ihnen fiel so viel dazu ein. Wir klebten unsere eigene Straße mit Folie auf eine Matte, stellten Verkehrsschilder aus Holz auf und das Spielen konnte schon beginnen – halt, die Autos fehlten noch. Jeder bekam ein kleines, unbemaltes Spielzeugauto aus Holz. Jetzt ging es wirklich los …

Auch Automassagen gibt es

Bei unseren Massageeinheiten verwendeten die Kinder nun ihre kleinen Holzautos, mit denen sie auf ihrem Körper herumfuhren. Immer vorsichtig und begleitet von unserem Auto-Lied. Das machte richtig Spaß. Meine Tageskinder sind mit den Massagen schon sehr vertraut, daher konnten sie auch andere Kinder mit den Autos vorsichtig am Rücken massieren. Hin und wieder auch mich oder ich darf sie mit einer kleinen Massage verwöhnen. Manche Kinder wollen gar nicht mehr aufstehen, sie bleiben sitzen und sobald das Lied zu Ende ist, heißt es: „Bitte nochmal!“ Aber da sind die Kinder sehr verschieden. Man muss jedem seine Zeit lassen und es so akzeptieren, wie es die Kinder mögen – denn nicht alle mögen das.

Die Autos werden nach der langen Fahrt schließlich schmutzig und staubig, also überlegten wir uns dafür die Massagegeschichte „Autowaschanlage“. Dabei massieren wir mit den Händen. Das gefiel den Kindern! Sie flitzten wie kleine Autos durch das Haus und wenn sie nach der langen Fahrt schmutzig waren, kamen sie zu mir in die „Waschanlage“, um sich wieder säubern zu lassen.

Wir verschenken Massagen

Da die Kinder so begeistert bei der Sache waren, wäre ja mal doch schön, wenn die Kinder zuhause diese Freude mit den Eltern teilen würden. Wir bemalten also unsere kleinen Holzautos mit bunten Acrylstiften und ich fixierte die Farbe mit Klarlack. Die Autos verpackten wir in kleinen Säckchen und dazu gab es den Liedtext und die Massagegeschichte über die Autowaschanlage. Ein kleines Geschenk zwischendurch und sich von den Kleinen ein bisschen verwöhnen zu lassen macht den Eltern bestimmt große Freude. Und die Kinder können zeigen, was sie gelernt haben und das macht sie bestimmt sehr stolz.

Unsere kleinen Spielzeugautos haben wir verschenkt, also beschlossen wir, uns ein großes Auto zum Spielen zu basteln. Wir bemalten eine große Schachtel, in der ein Kind sitzen kann, ganz bunt. Als Räder und Lenkrad verwendeten wir Pappteller, als Lichter klebten wir vorne und hinten Pappbecher auf. Und damit stand einem neuen Spielspaß nichts mehr im Weg.

Projekte mit Kindern gestalten

Meine Ausbildung als Kindergartenpädagogin kommt mir bei solchen Projekten, aber auch im Alltag mit den Kindern sehr zu Gute. Ich kann als Tagesmutter meine Konzepte selbst bestimmen, sie an jedes einzelne Kind der kleinen Gruppe anpassen. Aber natürlich immer mit dem roten Faden des Bildungsplanes und der vielen wichtigen pädagogischen Grundlagen, die ich während meiner 5-jährigen Ausbildung lernen durfte! Als Kindergartenpädagogin weiß ich, wie wertvoll eine kleine Gruppe für Kinder ist. Denn dort können sie lernen und ihre ersten sozialen Erfahrungen außerhalb der Familie in geborgener, familiärer Atmosphäre machen.

Ich mache meinen Beruf als Tagesmutter sehr gerne und es ist wunderschön zuhause zu arbeiten. Mit Kindern ist jeder Tag etwas Besonderes und sie geben mir so oft das Gefühl meine Arbeit gut zu machen!

Heike B., Tagesmutter aus Anger