Eltern bleiben positiv trotz Krise

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Letztes Jahr im März läuteten unsere Telefone in den Regionalstellen durchgehend und Eltern bestürmten uns mit Fragen: Wie ist es mit meiner Tagesmutter? Warum gibt es keine Betreuung? Was mache ich im Lockdown, wenn ich doch schnell außer Haus muss? Und vor allem: Muss ich für eine Betreuung bezahlen, die ich nicht in Anspruch nehmen kann?

Dann kam endlich die rettende Rückmeldung des Landes Steiermark, dass die Kosten für die Betreuung übernommen werden. Ein Aufatmen bei unseren Eltern war deutlich spürbar. Aber dann kamen die Anrufe mit dem Grundtenor: Ich kann nicht mehr daheim sein. Die Decke fällt mir auf den Kopf. Ich weiß schon nicht mehr, wie ich mein Kind beschäftigen soll. Und jetzt auch noch Lernen mit dem Großen!

Und dennoch ging das Jahr vorbei und die Eltern leisteten Großartiges. Sie schaukelten die Betreuung der Kinder, Lernen mit den Großen, Büroarbeit daheim zwischen Hausbau und Küche aufräumen. Und manche begannen wieder in einem neuen Job zu arbeiten. Es war ein Aufbruch zu spüren.

Impftermin für Tagesmütter und Tagesväter

Und jetzt? Wieder mussten einige unserer Eltern ihre Kinder daheimlassen. Weil die Tagesmutter oder der Tagesvater auf Grund der Impfung am Montag ihren Dienst nicht antreten konnte. Und trotzdem hatten alle vollstes Verständnis für diese Situation, ließen ihre Kinder daheim und organisierten die Betreuung. Auch diesmal ist ein Aufbruch zu spüren. Denn alle hoffen, gemeinsam dieses Virus soweit in den Griff zu bekommen, dass es uns in unserer Art zu leben nicht aus der Bahn werfen kann. Und darauf hoffen wir alle: Unsere Eltern, unsere Tageskinder, unsere Tagesmütter und -väter und die Regionalstellen.

Dagmar Puchner, Leiterin der Regionalstelle Feldbach