Vom Korn zum Mehl für Kinder erklärt

mehl

Alles begann mit einem netten Malbuch der Rösselmühle, das meine Tageskinder geschenkt bekamen. In diesem Buch ist sehr gut beschrieben, wo das Korn wächst, wie daraus Mehl wird und was man damit machen kann.

Zuerst muss der Bauer auf seinem Acker sehr viel arbeiten. Er sät Getreidesamen an, dazu fährt er mit dem Traktor und dem Setzgerät über den Acker und setzt die Körner in die Erde. Regen und Sonne lassen daraus die Getreidepflanze wachsen. Wenn diese groß genug ist, kommt der Mähdrescher, mäht die Pflanzen ab und trennt die Körner heraus. Die Körner füllt der Mähdrescher in den Traktoranhänger und dieser bringt die Körner zur Mühle. Bei der Mühle mahlt der Müller die Körner zu Mehl. Das Mehl kaufen die Leute oder auch der Bäcker im Geschäft und dann backen sie daraus Semmeln, Brot und Kekse.

Basteln, Malen, Bauen

Aus dieser netten Geschichte, die ich für die Kinder noch etwas ausgeschmückt habe, haben wir uns ein Thema erarbeitet. Zuerst haben die Kinder Ausmalbilder mit Traktor, Mähdrescher und Mühle bekommen, die sie bunt ausmalten.

Die Kinder bastelten aus ihren Fußabdrücken Traktoren. Aus den Getreidekörnern, die wir von unserem benachbarten Bauer bekommen haben, gestalteten wir Getreidepflanzen. Aber die Kinder spielten auch mit Duplotraktor, Duplomähdrescher und den Getreidekörnern die Geschichte nach.

Mein Sohn baute den Kindern sogar eine Mühle aus Lego, wo die Kinder die Körner einfüllen konnten. Damit spielten sie täglich voller Begeisterung. Passend zur Geschichte sangen wir ein Traktorlied, ein Mähdrescherlied und „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“.

Kleine Bäcker

Und dann wollten wir natürlich auch wissen, was man aus Mehl machen kann. Also probierten wir gemeinsam Semmeln zu backen. Diese kosteten die Kinder zur Jause – eine selbstgemachte Semmel schmeckt doch viel besser.

Natürlich wollten wir auch unsere eigenen Kekse backen. Die Kinder kneteten den Teig, rollten ihn aus und stachen die unterschiedlichsten Formen aus. Ab ins Rohr und ein bisschen warten. Herrlich, wie das duftet und schmeckt.

Da sangen wir dann auch passend zu den Keksen „Die Weihnachtsbäckerei“ und andere Lieder. Mit den Geschichten und Liedern kam dann die Idee zu einem Theaterstück. Aufgrund von Corona gab es leider keinen Liveauftritt. So filmte ich die Aufführung der Kinder und die Eltern konnten sich das Video zu Weihnachten anschauen.

Mit den Zeichnungen und Basteleien gestalteten wir eine Mappe, somit können die Kinder die Geschichte anhand der Zeichnungen immer wieder nacherzählen. Und die Lieder singen sie heute noch während unserer täglichen Spaziergängen durch den Wald, durchs Dorf oder auf unseren Abenteuerwanderungen!

Michaela A., Tagesmutter aus Wutschdorf