Kochen lieben die Kinder

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Moritz und Fabian lieben es zu essen und zu kochen und sind beim gemeinsamen Richten der Jause eifrig dabei. Es ist mir wichtig, den Kindern jedes Lebensmittel zu benennen, das bei uns auf den Tisch kommt. Und ich erkläre ihnen, warum wir jeden Tag Obst und vor allem Äpfel essen.

Kuchen backen wir einmal in der Woche gemeinsam, damit auch der Appetit auf Süßes nicht zu kurz kommt. Wir verwenden dabei gesunde Zutaten wie Agavensirup statt Zucker, Vollkornmehl statt reinem Weizenmehl und statt Fett nehmen wir Quimiq. Wir mengen auch gerne Schokolade oder Nüsse dazu, weil keines der Kinder Allergien hat.

Kochen im Garten

Das Kochszenario aus der Küche setzen Moritz und Fabian danach beim Spielen am Herd im Gartenhaus um. Gekocht wird mit Tannenzapfen, Gänseblümchen, Löwenzahn- und Kleeblättern, die wir zuvor gemeinsam in unserem Kräuterkorb eingesammelt haben. Und nun werde ich bekocht. Ich erkläre ihnen, dass wir übrig gebliebene Nahrungsmittel nicht wegwerfen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt essen. Mein Sprachverhalten spiegelt sich fast wortgenau bei diesem Kochspiel wider. Es ist den beiden wichtig, dass es mir schmeckt und sie fragen auch immer nach, ob ich mir schon die Hände gewaschen habe. Da sind sie ganz genau. Sie beobachten gut und merken sich alles, wenn sie es einmal selbst machen durften.

Gutes vom Bauern

Ich möchte in den Alltag auch immer wieder Abwechslung bringen. So besuchen wir gerne die ortsansässigen Bauernhofläden und kaufen dort saisonal ein. Die Läden sind gut zu Fuß erreichbar und wir spazieren gemütlich hin. Schon am Weg zum Hofladen gehen wir unsere Einkaufsliste durch. Die Kinder können die Produkte beim Namen nennen und wissen auch, wo diese zu finden sind, dass noch manches gewogen und alles bezahlt werden muss.

Die Kinder wissen, was wir brauchen und sammeln die Äpfel in ein Sackerl, schlichten die Eier behutsam in die Packung ein und tauschen das Leergut gegen das gefüllte Joghurtglas. Über den Apfel von der Bäuerin freuen sie sich immer.

Silvia E., Tagesmutter aus Premstätten