Alle Vögel sind schon da

Als wir wieder einmal unseren Spaziergang durch den Wald machten, war es schon sehr warm und die Vögel sangen ganz fröhlich. Die Sonne schien und während wir mit unseren Stiefeln durch das hohe Laub marschierten, hörten wir plötzlich ein seltsames Klopfen. Constantin fragte: „Michi, was war das?“

Das war ein Specht! Er klopfte immer wieder, hoch oben in der Baumkrone, doch wir konnten ihn einfach nicht sehen.

Wer klopft denn da?

Wir besorgten uns Vogelbücher, damit die Kinder nachschauen konnten, wie der Specht aussieht. Die Kinder malten ein Spechtbild aus, das sie auf ein gelbes Blatt klebten und bunt gestalteten. Wir hängten die bunten Bilder im Vorraum auf, damit die Mamas und Papas sie beim Abholen bewundern konnten.

Wir lernten ein Spechtlied und passend zum Lied bastelten wir aus Küchenrolle einen Baumstamm, auf dem ein Papierspecht sitzt. Und zieht man am Stiel, klopft der Specht am Baumstamm. So können die Kinder ganz genau sehen, wie ein Specht am Baum sitzt und klopft.

In einem der Vogelbücher lasen wir, dass die Vögel Würmer und Insekten fressen, in Nestern am Baum leben und die jungen Vögel aus Eiern schlüpfen.

So viele Vögel

Somit waren wir auch schon bei den vielen anderen Vögeln angelangt.

Wir gestalteten mit Fingerabdrücken ein Bild mit Vögeln, die aufgereiht auf einem Ast sitzen. Aus einem Pappteller bastelten wir Vogelnester und bemalten die Vögel darin mit der Schwammtechnik.

Die Kinder waren so entzückt von unserem Klapp- und Schiebebuch, in dem sie das Ei durch hochschieben knackten und das Babyvöglein rausschaut. Und so ein Bild gestalteten die Kinder aus Ästchen, Buntpapier und flauschigen Federn.

Die Küken schlüpfen

Zufällig erfuhr ich, dass die Wachteln unserer Nachbarin Eier gelegt hatten und die Küken in den nächsten Tagen schlüpfen werden. Das freute mich sehr, denn nun konnten die Kinder dabei zusehen, wie die kleinen Babys aus den Eiern schlüpften. Wir hatten Glück, denn genau als wir dort waren, wollte ein Küken heraus. Es pickte mit dem Schnabel von innen an die Schale, um sich selbst zu befreien.

Die Nachbarin erzählte uns, dass ein kleiner Stachel auf dem Schnabel der Vogelküken sitzt, damit sie sich aus der Schale befreien können. Dieser fällt aber schon am ersten Tag ab.

Die Kücken, die schon geschlüpft waren, kletterten über die Eier drüber und regten damit den Schlupfvorgang der anderen an. Die Kinder waren fasziniert von diesem Erlebnis und reden seither ganz oft von den Eiern und den Babys, die geschlüpft sind.

Schon zwei Tage später durften wir wieder die Wachteln besuchen. Die Kinder waren ganz aufgeregt, denn diesmal durften sie die Küken auch streicheln. Es dauert fünf bis sechs Wochen, bis die Wachteln ausgewachsen sind.

Ein paar Tage später durften wir die Küken nochmal besuchen und die Kinder konnten sie sogar streicheln.

Wachteleier – klein aber gut

Unsere Nachbarin schenkte uns ein paar Eier, die wir kochten und zur Jause aßen. Die Kinder freuten sich sehr, dass sie auch einmal so kleine Eier in der Hand halten durften. Ein paar Kinder waren sehr vorsichtig beim Kosten, aber zweien hat das Ei sehr gut geschmeckt.

Meine Wachtel kehren heim

Wachteln brauchen 14 Stunden Tageslicht, um Eier zu legen. Da es in meinem Stall keinen Strom gibt, waren meine Wachteln bei meiner Nachbarin untergebracht. Sie hat etwa 15 Wachteln und natürlich Strom im Stall.

Wenn wir rausgehen, schauen wir als erstes zum Stall, ob die Wachteln genug Wasser und Futter haben und ob wir vielleicht Eier im Stall finden. Denn ab jetzt haben wir selbst täglich frische Eier von unseren eigenen Wachteln.

Für die Kinder war das eine spannende und lehrreiche Zeit, die sie bestimmt nicht so schnell vergessen werden!

Michaela A., Tagesmutter aus Wutschdorf

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