Betreuung in Zeiten von Corona

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Ich arbeite als Betriebstagesmutter im LKH Wagna. Daher betreue ich auch Kinder von Eltern, die zu der sogenannten beruflich unabkömmlichen Personengruppe zählen. Als Corona begann, mussten sich erst einmal alle orientieren.

Die Eltern arbeiten in den verschiedensten Bereichen im LKH, manche wurden jetzt mehr gebraucht, andere weiniger. Die Dienste der Eltern werden halbwochenweise eingeteilt und manchmal kommt es zu Änderungen.

Zurzeit begrüße ich die Eltern und Kinder am Haupteingang des LKH und übernehme dort die Kinder. Dabei trage ich eine Schutzmaske. Ich helfe den Kindern beim Schuhe und Jacke ausziehen, was sonst die Eltern tun. Danach nehme ich die Maske herunter und trage sie während der Betreuung nicht.

Außerdem gestaltete ich ein Plakat – Bitte Abstand, kein Händeschütteln – und hängte es beim Eingang auf.

Mit Kindern Alltag gestalten

Die Kinder und ich begrüßen und verabschieden uns mit dem Fuß, denn Hände geben oder umarmen ist zurzeit nicht möglich. Außerdem desinfiziere ich meine Hände beim Kommen und Gehen, die Flächen mit Flächendesinfektionsmittel. Auch die Kinder waschen sich jetzt öfters die Hände mit Seife. Sie husten in den Ärmel, denn das haben sie früher schon bei Schnupfen so gemacht – Kinder lernen sehr schnell.

Wir sprachen spielerisch über Corona und setzten alle eine selbstgemachte Maske auf, auch die Puppen, um zu spüren, wie sich das anfühlt. Damit kann ich den Kindern auch die Angst nehmen, denn sie sehen jetzt viele Menschen mit Maske.

Zudem sahen wir uns das Video „Das Corona Virus Kindern einfach erzählt“ an, in dem kindgerecht alles rund um das Virus erklärt wird. Danach sprachen wir darüber und ich schickte es den Eltern für zuhause.

Große Veränderungen für Kinder

Es gibt große Einschnitte in unserem Alltag. Wir können nicht spazieren gehen wie sonst, wir dürfen jetzt nicht in den Park oder einmal einkaufen gehen, und nicht auf den Spielplatz. Wir halten uns nur im Haus auf, aber zum Glück, haben wir einen großen Garten. Den Kindern fehlen die Menschen und die Abwechslung ein bisschen. Auch die „Oma Anni“ – so nennen wir sie – sie treffen wir auf unseren Spaziergängen normalerweise.

Regelmäßiger Kontakt

Zu Ostern schickte ich den Kindern eine Videobotschaft. Ich nahm mit meiner Tochter eine Osterhasengeschichte und ein Hasenlied im Wald auf. Zusätzlich schickte ich den Kindern Bilder von uns allen, eine Bastelanleitung, die Geschichte und das Lied per Post. Die Kinder freuten sich darüber, auch die Kinder, die zurzeit nicht zu mir kommen. ich schickte ihnen auch Fotos von uns allen mit, was zum Anschauen.

Es ist schön, von den Eltern zu hören, dass sich die Kinder nach den anderen und nach mir erkundigen. Da sieht man, es gibt ein unsichtbares Band.

Wir alle freuen uns, wenn Normalität einkehrt. Und alle gesund und wohlbehalten wieder da sind.

Alexandra S., Betriebstagesmutter LKH Wagna

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