Sinne spielerisch entdecken

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Wir setzen unsere Sinne im Alltag ständig eine, ohne bewusst daran zu denken. Deshalb wollte ich mit den Kindern ganz bewusst die Sinne behandeln, damit sie erfahren wie viele verschiedene Gerüche, Gefühle, Geräusche es gibt. Und um ihnen zu zeigen, dass sie fähig sind, all diese zu unterscheiden.

Ich habe die verschiedensten Materialien selbst hergestellt, um ihnen diese Vielfalt anschaulich und spielerisch näherzubringen. Damit bieten sich den Kindern unterschiedliche Möglichkeiten, ihre Sinne bewusst wahrzunehmen.

Tastsäckchen

Ich habe je fünf blaue und fünf orange Säckchen genäht und diese mit Mehl, Linsen, Watte, Knisterfolie und Reis befüllt. Ich habe jeweils in ein blaues und ein oranges Säckchen den gleichen Inhalt gegeben. Somit können die Kinder immer zwei gleiche Säckchen ertasten und zusammenfinden. Sie können unterscheiden zwischen weich, hart, schwer, leicht, fein oder grob und lernen das auch zu benennen.

Zusätzlich sind diese Säckchen auch zur Förderung des Gleichgewichts und der Körperwahrnehmung geeignet. Denn die Kinder legen sich diese gerne auf den Kopf und versuchen möglichst lange damit herumzugehen, ohne dass es hinunterfällt.

Geräuschmemory

Dazu verwende ich die gelben Dosen der Überraschungseier. Jeweils zwei Dosen habe ich mit Reis, Grieß, kleinen Holzperlen, Steinen und Bierkapseln befüllt. Dabei können die Kinder durch aufmerksames Hören die zwei gleichen Dosen zusammenfinden

Geruchsmemory

Für dieses Spiel habe ich eine Hälfte der Minimarmeladegläser mit blauer und die andere Hälfte mit rosaroter Klebefolie verziert. Danach habe ich wieder jeweils ein rosarotes und ein blaues Glas gleich befüllt mit Vanilleschoten, Zimtschoten, Gewürznelken, Orangenschalen, Kaffeebohnen und Zwiebeln. Durch Riechen können die Kinder nun versuchen die richtigen Paare zusammenzufinden.

Fühlsäcke

Ich habe zwei Stoffsäcke mit jeweils den gleichen Dingen befüllt. Ich habe dabei lauter runde Dinge verwendet wie Tennisbälle, Tischtennisbälle, Hüpfbälle, kleine und große Holzkugeln und Igelbälle. Die Kinder dürfen zuerst einen Gegenstand aus dem ersten Sack herausholen und können danach durch Fühlen im zweiten Sack den gleichen Gegenstand dazu finden. Hier lernen die Kinder die Oberflächen und das Gewicht der Gegenstände kennen und benennen. Ist der Gegenstand hart, weich, schwer, leicht, rau oder flauschig?

Farbladen

Dafür habe ich ein kleines Regal mit fünf Laden verwendet und jede Lade mit einer anderen Farbe gekennzeichnet. In jeder Lade liegen verschiedene Dinge in derselben Farbe. Die Kinder können diese Dinge in die richtige Lade legen. Dabei lernen sie die Farben kennen und benennen.

Diese Sinnes-Spiele gehören für die Kinder schon zum Alltag, sie greifen jederzeit danach und probieren sie aus. Auch die ganz kleinen Kinder verwenden sie gerne und sei es nur, um daran zu riechen oder den Geräuschen zu lauschen. Oft haben die Kinder neue Ideen und funktionieren das Material um, zum Beispiel balancieren sie die Säckchen am Kopf.

Elisabeth R., Tagesmutter aus Kainbach