In den Ferien ist alles anders

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Ferien sind für mich immer etwas ganz Besonderes und so möchte ich das meiner Kindergruppe vermitteln. Die großen Kinder von Schule und Kindergarten sind auch am Vormittag da und die Gruppe setzt sich jeden Tag anders zusammen. Für die Jungen ist das anfangs immer eine Herausforderung, schlussendlich aber eine Bereicherung, weil sie von den älteren Kindern so viel lernen.

Leben in der Stadt Fantasia

Ich mache in den Sommerferien stets ein eigenes Ferienprogramm. Heuer wollten die großen Kinder – Kathi, Marie, Anneliese und Louisa – unbedingt noch einmal die Stadt Fantasia erleben. Dabei lernen sie unterschiedliche Berufe kennen, verdienen Geld und zum Abschluss können sie sich etwas Besonderes im Shop kaufen. Natürlich müssen sie davor, so wie im echten Leben, für Strom, Müllgebühren und Lebensmittel bezahlen. Und so sind wir heuer die ganzen Ferien über in meiner Stadt Fantasia aktiv gewesen.

Unser Spielzimmer verwandelte ich in eine Stadt Fantasia, es gab einen Frisör, eine Arztpraxis mit Labor, ein Café und Büro. Hier mussten die Kinder spannende Aufgaben lösen wie die einzelnen Bereiche im Supermarkt neu einräumen und einladend gestalten.

Kreatives Gestalten

Wir starteten als Architekten, also zeichneten alle Kinder erst einmal ihr eigenes Zuhause, malten es aus oder bauten es aus Playmais. War dieses Projekt abgeschlossen, musste sich jeder per Meldezettel bei mir anmelden. Die älteren Kinder bauten auch kleine Häuser aus Butterkeksen, Nutella und Zuckerglasur. Dies war gar nicht so einfach und brauchte viel Geduld.

Zum ersten Mal arbeiteten wir mit Pappmaché und gestalteten bunte Lichter für den Garten. Wir kleisterten Luftballons mit buntem Seidenpapier ein und stellten so Lampions her. Die fertigen Lampions bekamen dann von mir noch eine Lichterkette und leuchteten alle einzigartig schön.

Die Schulkinder probierten sich in Origami und versuchten eine Kinderzeitung zu schreiben. Was sich im Alltag leicht liest, ist gar nicht so leicht herzustellen. Aber gemeinsam schafften wir es, ein Exemplar zu schreiben. Und dann bastelten wir noch Türschilder und gestalteten Rucksäcke.

Wir hatten vor, einen Nachmittag im Wald zu verbringen. Aber davor mussten wir noch aus Klopapierrollen Wichtel gestalten. Mit diesen sind wir dann losgezogen und bauten im Wald für die Wichtel kleine Häuser, in die sie dann eingezogen sind. Später habe ich alle Wichtel wieder aus dem Wald geholt.

Auch als Köche und Bäcker versuchten wir uns. Wir haben kleine Blumenvasen gestaltet und Tischsets gebastelt. Wir kochten gemeinsam und drehten auch Kochvideos von den Schulkindern. Alle anderen haben Brot gebacken und einen Aufstrich gezaubert.

Das Ende der Ferien naht

In der letzten Ferienwoche kegelten wir und veranstalteten eine Wasserolympiade. Alle jungen Kinder, die jetzt im Herbst in den Kindergarten kommen, verabschiedeten wir gebührend und auch die Schulanfänger bekamen ihre Schultüte von mir überreicht.

Natürlich mussten wir auch noch einmal zum Schwimmen ins Freibad Aflenz. Und nicht zu vergessen, endlich durfte die Kinder einkaufen, das lange Warten hatte ein Ende. Nachdem ich alle Ausgaben wie Strom, Müll und Lebenserhaltungskosten abgerechnet hatte, blieb jedem Kind noch ausreichen Geld übrig, um sich etwas Schönes in meinen Shop zu kaufen.

Die Ferien sind wieder einmal zu schnell vergangen, aber wir hatten viel Spaß!

Gabriele G., Tagesmutter aus Etmißl

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