Mein Körper von Kopf bis Fuß

körper

Ulrike unternahm mit den Kindern eine Entdeckungsreise rund um ihre Körper. Was heißt das genau? Der eigene Körper gibt den Kindern viele Rätsel auf. Sie wissen, dass sie einen Kopf, zwei Arme und zwei Beine, Hände und Füße und vieles mehr an ihrem Körper haben. Alle sind sich sehr ähnlich und doch ist jeder anders.

Ich konnte den Kindern spielerisch etwas über unseren Körper erfahren und wissen lassen. Wir lasen in Büchern, bastelten, sangen, tanzten, bauten und fühlten. Ja auch die Sinnesorgane wurden ein bisschen besprochen.

Wie heißen deine Körperteile?

Um sich einen Körper vorstellen zu können, fertigte ich mit den Kindern einen Kartonkörper in Lebensgröße der Kinder an. Diesen Kartonkörper gestalteten die Kinder in verschiedenen Techniken und auch da konnten wir nebenbei immer wieder die Körperteile besprechen.
Das Gleiche machten wir mit Kapla-Bausteinen. Ein Kind legte sich auf den Boden und die anderen Kinder legten die Bausteine um den Körper herum. Gleichzeitig gab es einen Aha-Effekt über jeden Körper jedes Kindes, wenn man sich das Gebaute angesehen hat. Und im Freien zeichneten wir unseren Körper auf dem Asphalt mit Straßenmalkreiden.
Schon mit den Kleinsten kann man üben, wo welche Körperteile sind, auch wenn sie noch nicht sprechen können. Ich frage: „Wo ist die Nase, die Augen, der Bauch, die Beine …?“ Und die Kinder zeigen zum Körperteil. Dabei trainieren sie die Sprache und die Motorik.

Das sehe, höre, fühle ich oder auch nicht!

Dazu passte eines unser Lied sehr gut. Es heißt „Meine Hände sind verschwunden …“ Dabei deckten wir jedes Sinnesorgan zu und stellten fest, wenn ich ein Auge zuhalte, dann sehe ich nichts. Das machten wir mit allen Sinnesorganen. Im Winter sprachen wir im Guten-Morgen-Kreis ein „Wintergedicht für den ganzen Körper“ und zeigten auf die betreffenden Körperteile. Wir haben auch Gesichter aus Karton und Papier kreiert und die Kinder ordneten selbst Augen, Ohren, Nase, Mund selbst zu. Je nach Alter der Kinder machten sie das schon ganz allein oder mit meiner Hilfe.

Ich entdecke meinen Körper

Im Frühling verwöhnte ich die Kinder mit einer Frühlings-Massagegeschichte. Dabei berührte ich mit dem Pinsel verschiedene Körperteile im Rahmen der Geschichte. Hier kommen auch die quirligen Kinder zur Ruhe und genießen den Ablauf der Geschichte. Ich staunte nicht schlecht, dass man mit einer Massagegeschichte fast alle Kinder begeistern kann, auch die schüchternen Kinder. Ich versuchte sie zu animieren, aber jedes Kind darf sagen, ob es mitmachen möchte oder auch nicht.
Beim Wickeln machen die Kinder Erfahrungen mit meiner Massage-Krabbelgeschichte auf dem Bauch. Dabei krabbeln meine Finger in Form von verschiedenen Tieren auf dem Bauch rauf und runter und dabei spreche ich die Geschichte. Die Kinder lieben das.

Das bin ich und das bist du

Die Kinder lieben die Natur und da musste ich feststellen, wir können draußen mit unserem Körper so viel erkunden, austesten, erfahren und erproben. Egal ob wir auf den Spielplatz gehen, in den Wald oder einen Nachbarsbesuch bei den Eseln und Schafen machen. Die Kinder machen dabei Erfahrungen mit verschiedenen Materialien und Dingen und erkunden die Welt mit ihrem ganzen Körper und mit ihren Sinnen. Die Kinder sollen alles angreifen, riechen, schmecken, hören und sehen können. Denn was die Kinder einmal gerochen, ertastet, gesehen, gefühlt und geschmeckt haben, das haben sie durch Üben im Tun mit ihrem Körper gelernt und dieses Wissen kann ihnen keiner mehr nehmen.
Beim Spielen im Haus lernen die Kinder Tag für Tag etwas Neues dazu. Wir basteln, bauen, singen, backen, tanzen, lesen, ruhen, erforschen mit unserem ganzen Körper und mit unseren Sinnen. Die Welt steckt voller Überraschungen. Sie zu entdecken und Neues auszuprobieren macht den Kindern einen Riesenspaß und gleichzeitig entwickeln sie sich Tag für Tag mit ihrem Körper und mit ihren Sinnen ein Stückchen weiter, bis sie eines Tages erwachsen sind.
Zum Abschluss des Projektes tanzten wir noch den Wi-Wa-Wackelblues. Dabei steht die Bewegung mit dem Körper im Vordergrund.

Ich möchte die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten und mit ihnen spielerisch die Welt entdecken und erforschen.  Also kümmern wir uns um unseren Körper und um unsere Sinne, denn wir brauchen sie noch ganz lange!

Ulrike N., Tagesmutter aus Mitterdorf/Raab

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