Auf dem Bauernhof ist ganz schön viel los

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Was gibt es denn alles auf einem Bauernhof? Welche Tiere leben dort und welche Laute geben sie von sich? Ist das Fell weich oder doch ein bisschen rauer? Wir begannen also Bücher anzuschauen. Die Kinder fanden die Tiere sehr interessant und ganz besonders die Kuh. Somit beschäftigten wir uns eingehender mit den Kühen. Wir machten Tierlaute nach und in unserem Fühlbuch konnten wir das Fell der Tiere spüren. Und die Kinder lernten auch, wie man die Tierbabys nennt.

Was macht die Kuh den ganzen Tag?

Wir wissen nun, dass die Kuh Gras, Heu und Kraftfutter mit Vitaminen und Getreide frisst und Wasser trinkt. Deshalb kann sie uns jeden Tag gute Milch geben. Viele Kühe sind auch über den Sommer auf der Weide und manche Kühe bleiben im Stall, je nach Gegebenheiten des Bauern. Am Spielplatz baute ich den Kindern eine Weide für unsere zwei Kühe – unsere Hüpftiere. Jeden Tag brachten wir diese zwei Kühe auf die Weide. Wir fütterten sie mit frischem Heu, das der Bauer auf unserer Wiese gelassen hatte.

Ich zeigte den Kindern das Melken mit Hilfe einer selbst gebastelten Kuh. Den Euter, einen Einweghandschuh, befüllte ich mit Wasser. So machte das Melken noch mehr Spaß. Denn mit Wasser kann man die Kinder immer sehr begeistern. Wir lernten, dass die Kuh in der Früh und am Abend gemolken werden muss und somit zwei Mal am Tag Milch gibt.

Wo ist denn die Milch überall drinnen?

Wir verkosteten Lebensmittel, die aus Milch hergestellt sind – frische Rohmilch, Topfen, Joghurt, Butter und Käse von regionalen Bauern. Ich bereitet die Produkte vor und ließ die Kinder kosten und erraten, was sie schmecken? Die Kinder stellten fest, dass sie Butter mit Marmelade am Brot jeden Tag zum Frühstück essen. Manche Kinder trinken täglich einen Kakao mit Milch dazu. Marina erzählte mir, dass sie zu Hause am Nachmittag immer ein Joghurt isst. Wir erfuhren auch, dass Milch sehr wichtig für unsere Knochen und sehr gesund für unseren Körper ist.

Wie macht man Butter?

Bei diesem Experiment probierten wir, wie man aus Schlag Butter machen kann. Dafür schüttelten wir zuerst Schlag in einem Shaker. Als die Flüssigkeit cremig wurde, leerte ich das Ganze in eine Rührschüssel. Dann mixten wir den Schlag mit dem Handmixer so lange, bis er zu Butter wurde. Diese Butter kosteten wir bei unserer Jause. Köstlich – sie schmeckte uns allen.

Für unseren Liptauer verwendeten wir Butter und Topfen. Also wieder zwei Milchprodukte, die von der Kuh kommen. Mmmh, dieser Aufstrich war ausgezeichnet.

Wir wissen schon so viel

Wir sangen Bauernhoflieder, machten Fingerspiele, malten Bilder an, bauten mit Playmobil einen Bauernhof nach und gestalteten eine Erlebnisgeschichte. Als ich die Geschichte vorlas, durften die Kinder nebenbei die passenden Utensilien in die Mitte legen. Dabei konnten wir uns die Geschichte bildlich vorstellen und jedes Kind brachte sich dabei ein. Die Kinder verlangten immer wieder nach dieser Geschichte.

Zum Abschluss machten wir einen Ausflug mit unserem Bollerwagen zu Bäuerin Helga und Bauer Hans. Die Kinder waren begeistert von den vielen Kühen und wir durften die Tiere auch streicheln. Im Stall entdeckten wir mehrere Schwalbennester und sahen den Schwalben beim Fliegen zu. Außerdem konnten wir einen riesengroßen Traktor bewundern.

Manchmal besuchen wir die Schafe, Esel und Hühner bei einem anderen Nachbarn. Diese können wir auch beobachten und streicheln.

Unser Bauernhoffest

Für unser Bauernhoffest bastelten wir eine Kuh und ein Schaf aus Papptellern. Und weil die Kinder kleine Bauernhof-Experten sind, bekam jedes Kind eine Bauernhof-Krone. Außerdem eine Urkunde und das selbst gebastelte Bauernhof-Sackerl mit ein paar Überraschungen. Wir kosteten Erdbeermilch und zur Überraschung hatte ich für die Kinder eine Torte mit Kühen auf der Weide gebacken. Danke für diese schöne Zeit, die ich mit den Kindern erleben durfte! Es ist schön, diese Freude mit den Kindern teilen zu dürfen.

Ulrike N., Tagesmutter aus Mitterdorf an der Raab

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