Weniger Plastik für eine saubere Umwelt

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Mit dem Musikvideo „Unsere neue Taktik ist weniger Plastik“ für Kinder hat alles begonnen. Meine Tageskinder Valentina, Theresa, Romy, Jonas, Jakob und Mariella hörten es mit großem Interesse immer wieder an. Und so entstand die Idee, den Inhalt des Liedes in unserem Betreuungsalltag umzusetzen.

Mit einigen Tagesmüttern installierten wir die WhatsApp-Gruppe „Gemeinsam für die Erde“. Dort können wir uns austauschen und Ideen weitergeben, um im Alltag mit umweltfreundlichen, nachhaltigen und regionalen Möglichkeiten die Welt ein bisschen sauberer zu halten.

Und die Kinder machen mit

Machen meine Tageskinder und ich einen Ausflug in den nahegelegenen Wald oder zum Spielplatz, haben wir immer ein Sackerl dabei, um den Müll, den wir unterwegs finden, einzusammeln. Die Kinder nehmen das inzwischen sehr genau und wissen, dass dieser Abfall in die Mülltonne gehört.

Und es gibt viele Möglichkeiten in unserem Alltag, Müll zu vermeiden. Beim Bäcker gibt es große, köstliche Kekse, die nicht in Plastik, sondern in ein Papiersackerl eingepackt werden. Jedes Kind hat seine eigene Trinkflasche und was hineinkommt, das bestimmt jedes selbst. Ketchup gibt es auch in der Glasflasche. Holen wir ein Schleckeis, nehmen wir unsere eigenen Löffelchen mit. Zum Händewaschen verwenden wir feste Seife statt Seifenspender. Im Supermarkt kaufen wir biologisch und unverpackt. Wir finden Zucchini, Gurke, Fenchel, Radieschen und Bananen. Dinkelmehl gibt es im Papiersack. Milch und Joghurt in der Glasflasche.

Rot für Papier, Gelb für Plastik …

Anita Gruber vom Abfallwirtschaftsverband in Mortantsch borgte uns Wertstoffsammelbehälter in den unterschiedlichen Farben. Die Kinder lernten schnell, welche Farbe für welchen Abfall steht – Rot für Papier, Gelb für Plastik … Sie ordneten mit großer Begeisterung und vollkommen richtig die Stoffe in die passenden Behälter. Jonas brachte einige Male seinen orangen Müllwagen und kleine Abfalltonnen mit.  Und auch hier ordneten die Kinder gewissenhaft die verschiedenen Stoffe in die bunten Tonnen.

Zum Muttertag rollten meine Tageskinder Samenbomben aus Ton, Gartenerde, Wasser und Wiesenblumensamen. Eingepackt in selbstgestaltetes buntes Papier mit Papierschnur bereiteten sie ihren Müttern damit eine große Freude.

Es ist ein gutes Gefühl bei meinen Tageskindern Begeisterung für weniger Plastik zu wecken. Denn es ist ihre Welt, in der sie in Zukunft leben wollen.

Susanna S., Tagesmutter aus St. Ruprecht an der Raab