Weltfrauentag – starke Frauen vor den Vorhang

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Am Weltfrauentag am 8. März feiern wir starke Frauen in unserem Unternehmen. Unsere Tagesmütter leisten großartige Arbeit, doch im letzten Jahr haben sie sich selbst übertroffen und enorm viel Frauenpower gezeigt!

Vor einem Jahr trifft uns völlig unerwartet und unvorbereitet diese große Krise! Und wir erleben den ersten Lockdown.

Aber unsere Tagesmütter – und natürlich Tagesväter – gehören zu jenen Berufsgruppen, die weiterhin arbeiten. Für Eltern in medizinischen Berufen, in Versorgungsberufen, für AlleinerzieherInnen und PädagogInnen und viele mehr. Sie tun das, weil ihnen die Eltern und Kinder wichtig sind. Damit haben sie viele Eltern in der Krise unterstützt, heute holen wir sie vor den Vorhang.Ingrid, Liane und Birgit – stellvertretend für alle Tagesmütter.

Weltfrauentag – Feiertag für unsere Tagesmütter

Die vergangenen, mittlerweile zwölf Monate waren für uns alle eine große Herausforderung. Niemand wusste anfangs so recht, wie man mit dem Virus und der dadurch entstandenen Situation am besten umgeht. Aber sich zu Hause einsperren und sämtliche Kontakte vermeiden, das konnte bei uns nicht die Lösung sein. Das Leben musste ja trotz Allem weitergehen.

Da ich auch Kinder von Eltern in medizinischen Berufen oder Pflegeberufen betreue, habe ich durchgehend gearbeitet, auch im ersten Lockdown. Trotz aller Ungewissheit war es mir ein Anliegen. Denn auch ich möchte im Fall einer Erkrankung, dass jemand für mich da ist und sich um mich kümmert.

An das morgendliche Fiebermessen und Händewaschen haben sich die Kinder rasch gewöhnt, auch der Anblick von Menschen mit Gesichtsmasken ist ein alltäglicher geworden.

Bei meiner Arbeit konnte ich bis auf wenige Abstriche bei dem gewohnten Ablauf bleiben. Und das ist es auch, was meinen kleinen Schützlingen enorm viel Sicherheit in diesen unruhigen Zeiten gibt. Dieser geschützte Rahmen bei mir, mit ihren Freunden in der üblichen Routine. Damit versuche ich im Rahmen meiner Möglichkeiten, gegen Unsicherheiten im Leben anzukämpfen und die Kinder bestmöglich zu stärken.

Ingrid Z., Tagesmutter aus Lieboch

Sicherheit für Eltern

Da ich alleinerziehend und in der Pflege berufstätig bin, war es für mich zuerst ein Schock als ich vom ersten Lockdown gehört habe. Da mein Sohn Diabetes hat und daher niemand auf ihn aufpassen kann, sind mir Gedanken wie „kann ich weiterhin arbeiten gehen?“, „wer schaut auf mein Kind?“ durch den Kopf gegangen. Doch zum Glück kam dann die Nachricht, dass unsere Tagesmutter Ingrid meinen Sohn weiterhin betreuen kann. Ich bin überaus dankbar für die wertvolle und herzhafte Betreuung von Ingrid. Mein Sohn freut sich so sehr, dass er bei ihr sein kann und er fühlt sich rundum wohl. Auch auf Grund seiner Krankheit fühlen wir uns bei Ingrid sehr gut aufgehoben, denn sie meistert das hervorragend.

Ich möchte mich bei Ingrid bedanken, dass sie allen Eltern, die trotz Lockdown berufstätig sind, die Betreuung der Kinder ermöglicht.

Barbara M., Mutter von L.

Neue Spielregeln

Im ersten Lockdown war es eine große Herausforderung, praktikable Spielregeln für uns alle festzulegen. Dazu zählte insbesondere die Kommunikation mit den Eltern. Es war notwendig, Distanz zwischen den Erwachsenen beim „Bringen und Abholen der Tageskinder“ einzuhalten. Hilfreich dabei waren und sind die deutlich sichtbaren und auch erklärten Hygienemaßnahmen vor Ort.

Es gab großes Verständnis und viel Anerkennung der Eltern für die nie in Frage gestellte Bereitschaft die Kinder weiter zu betreuen. Unseren Tagesablauf behielten wir bei, aber wir wuschen uns öfter die Hände und hielten uns an die allgemeinen Hygienemaßnahmen. All das gestaltete ich mit den Kindern ganz spielerisch.

Ich selbst musste die schwierige Beurteilung der „systemrelevanten Berufe“ nicht vornehmen und war daher sehr dankbar über die hilfreiche Unterstützung unserer Regionalstelle.

Diejenigen die eine Betreuung benötigten, waren sehr darauf bedacht alle Hygienemaßnahmen einzuhalten. Die Eltern sind dankbar und froh, dass wir diese unruhige, ungewisse Zeit miteinander so gut gemeistert haben.

Liane S., Tagesmutter aus Gratwein

Kinder brauchen Kontakte

Anfangs war es für mich und uns als Familie eine schöne und angenehme Zeit. Fast so wie Urlaub. Wir konnten als Familie die Zeit so richtig nutzen. Es machten viel mehr Dinge gemeinsam zu Hause, die sonst oft auf der Strecke blieben. Wir erstellten einen Plan, wo jeder Wunsch Platz hatte, vorausgesetzt wir konnten ihn zu Hause verwirklichen. Das funktionierte auch eine Zeit lang ganz gut. Aber nach ein paar Wochen wurde der Frust, immer zu Hause zu sein immer größer. Freunde und Familie fehlten immer mehr und Kleinigkeiten, die sonst selbstverständlich waren, wurden plötzlich zur Herausforderung.

Groß war die Freude als im ersten Lockdown endlich wieder eines meiner Tageskinder kam. Auch mein Sohn war begeistert. Denn so sehr Kinder die viele Zeit mit den Eltern genießen, die Kontakte zu anderen Kindern fehlen ihnen wohl am meisten.

Nach neun Wochen war ich froh, endlich wieder einen halbwegs normalen Alltag mit meinen Tageskindern zu haben.

Birgit U., Tagesmutter aus Mooskirchen

Auch die Tagesväter haben im letzten Jahr großartigen Einsatz geleistet. Es ist zwar Weltfrauentag, aber wir bedanken uns auch bei ihnen!

Weltfrauentag: Fotos v.l.nr. – Ingrid Z., Liane S., Birgit U.
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