Alt und Jung unter einem Dach

alt und jung

Im September 2008 zogen wir ins Caritas Pflegeheim ein. Wir, die Kinder der Magna-MitarbeiterInnen und ich als Betriebstagesmutter. Jetzt sind wir schon fast zwölf Jahre in diesem Haus und haben uns immer, ob Kinder oder Eltern, sehr willkommen geheißen und wohl gefühlt. Alt und Jung, wir passen gut zusammen.

Für mich war es eine neue Herausforderung. Von Beginn an arbeitete ich zu Hause als Tagesmutter und nun konnte ich als Betriebstagesmutter das Altersheim meine neue Betreuungsstätte nennen. Denn dort richtete Magna Lannach die Räume für die Kinderbetreuung ein.

Es war immer und ist es auch heute noch – ein schönes Miteinander. Das tägliche Zusammentreffen, gemeinsam Kekse backen oder feiern nehmen wir alle als sehr herzlich wahr.

Das erste Loslösen, offen sein für Neues, neue Herausforderungen annehmen, neue Wege finden, die Chance an den Haaren packen, um sich weiter zu entwickeln. Und manches Mal sogar wieder einen Schritt zurück zu gehen, um Neuorientierung geschehen zu lassen.

Das alles passiert bei uns im Haus. Ob Alt oder Jung, betroffen sind wir alle.

Wie die Alten summen, so zwitschern auch die Jungen …

Wenn wir durch das Haus huschen, bekomme ich glänzende Augen, ein freundliches Lächeln, mitfühlende Blicke, hin und wieder auch ein grimmiges Gesicht, aufmunternde Worte zu sehen oder zu hören.

Ein tägliches „Muss“ ist unsere vormittägliche Hofstunde. Im Sommer pritscheln die Kinder mit Wasser, im Winter schaufeln sie Schnee, fahren mit ihren kleinen Autos oder zeichnen am. Sie kochen für Alt und Jung in der Spielküche, wir unterhalten uns übers Essen oder denken nach – was gab es denn zum Frühstück? Und was gibt’s zum Mittagessen? Wie war das Wetter gestern? Was haben wir gestern unternommen? Das wird für Alt und Jung immer wieder zu einer „Denk“-Herausforderung. Aber dies alles zaubert meinen Tageskindern, den Senioren, aber auch mir, immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Selbst bei Regenwetter beobachten uns die Alten vom Fenster aus und bestaunen uns mit einem lieben Winker.

Sehen oder hören uns die Senioren einmal nicht, wird gleich nachgefragt: „Wo sind unsere Kinder? Sind sie heute nicht da?“

Altes, Bekanntes und Vertrautes geben uns Sicherheit. Doch Veränderungen geben uns die Chance sich neu zu entfalten und zu entwickeln. Diese Herausforderung nehmen Alt und Jung an, auch wenn es hin und wieder nicht ganz einfach ist. Aber mit einem Lächeln im Gesicht und gegenseitiger Empathie summen und zwitschern wir weiter …

Anna T., Betriebstagesmutter bei Magna Lannach