Rehkitze aus nächster Nähe

rehkitze

Es duftet nach frischgemähten saftigem Gras. Wie jeden Tag sind wir nach unserer Jause im Freien unterwegs, um die Natur zu erkunden. Heute geht es dem guten Duft, den wir in unseren Nasen verspüren, nach. Auf dem Weg treffen wir unseren Jäger Johann, der uns eine besondere Überraschung zeigen möchte. Natürlich nehmen wir diese Einladung an und folgen ihm. Er hat am Waldrand zwei Rehkitze unter einem Wäschekorb versteckt.

Bauer Hans verständigt jedes Mal bevor er die Wiese abmäht die Jäger, damit diese nach Rehkitzen suchen. Denn die Reh-Mama, auch Geis genannt, legt ihre kleinen Babys, die Rehkitze, in das hohe Gras hinein, um sie vor anderen Tieren zu schützen. Wir dürfen die kleinen Rehkitze nicht mit den bloßen Händen berühren, denn sonst verstößt die Geis sie und lässt ihre Kitze alleine zurück. Um ein Kitz von der Wiese wegzulocken, nehmen die Jäger einen großen Buschen frisch gemähtes Gras und bringen es dann im Wald in Sicherheit. Es kann sonst passieren, dass es wieder auf seinen Platz im hohen Gras zurückläuft und sich dort versteckt.

Aber Jäger Johann legte diesmal einen Wäschekorb über die kleinen Rehkitze. Somit können wir sie aus nächster Nähe anschauen. Mit großer Begeisterung, aber viel Ruhe und ausreichend Abstand beobachten wir die Rehe, damit sie vor uns keine Angst haben müssen. Jetzt ist es aber an der Zeit, ihnen endlich wieder ihre Freiheit zu schenken. Jäger Johann hebt den Wäschekorb und die beiden springen rasch in den Wald.

Sowohl für die Kinder als auch für mich war das ein einzigartiger und spannender Moment. Wir sind glücklich, dass wir so etwas erleben dürfen. Wir bedanken uns bei Johann, dass er auf uns gewartet hat, um uns die Kitze zu zeigen. Es war ein besonderes und aufregendes Erlebnis, das man so nur in der Natur erleben kann.

Gerlinde D., Tagesmutter aus Passail