Viele Ideen gegen Langeweile

Die Eltern meiner Tageskinder übernehmen zurzeit die Betreuung ihrer Kinder selbst. Daher habe ich mir überlegt, wie ich sie dabei unterstützen kann. Da ist mir der Gedanke gekommen, den Eltern täglich Ideen für die Kinder über Whats App oder per Mail zu schicken. Das sind beispielsweise Bastelvorschläge, Ausmalbilder, Buchtipps, Kochrezepte usw.

Somit bleiben wir täglich in Kontakt und bei meinen Tageskindern kommt keine Langeweile auf. Außerdem müssen sich die Eltern nicht zu viele Gedanken machen, womit sie die Kinder beschäftigen können, während sie vielleicht selber ihre Arbeit im Homeoffice erledigen müssen.

Ideen für eine ganze Woche 

Montag

Entspannungsgeschichte  – „Hase Stupsi sucht den Frühling“
Schließe deine Augen und stell dir vor, es ist ein wunderschöner Wintertag. Die Sonne scheint und der Schnee schmilzt schon ein wenig. Du nimmst dir vor, einen kleinen Spaziergang zu machen. Dafür ziehst du eine warme Jacke und deine Stiefel an und gehst nach draußen. Gemütlich spazierst du im Schnee durch den Wald bis du zu einem großen weiten Feld kommst. Dort lebt der kleine Hase Stupsi. Den ganzen Winter hoppelt er auf seinem schneebedeckten Feld herum. Und kein Grashalm schaut hervor. Er knabbert die Rinde und die kleinen Äste von den Bäumen.

Stupsi denkt sich: „Der Winter ist mir nun schon zu lang,“ und er sagt zu dir: „Komm, lass uns gemeinsam den Frühling suchen!“ Und so hoppelt Stupsi los und du begleitest ihn neugierig.

Auf einer kleinen Lichtung im Wald trefft ihr ein Reh. Es läuft futtersuchend herum. „Ist dir der Winter auch schon zu lang?“ fragt Stupsi das Reh. „Komm doch mit uns, wir wollen den Frühling suchen!“ Stupsi hoppelt los und das Reh läuft ihm hinterher. Kurze Zeit später trefft ihr den Fuchs, der unruhig im Wald umherschleicht. Stupsi fragt den Fuchs: „Ist dir der Winter auch schon zu lang? Komm doch mit uns, wir wollen den Frühling suchen!“

Stupsi hoppelt weiter, das Reh läuft ihm hinterher und der Fuchs schleicht zum Schluss. Auf einem Baum sitzt ein kleiner Spatz. Stupsi fragt auch ihn: „Ist dir der Winter auch schon zu lang? Komm doch mit uns, wir wollen den Frühling suchen!“ Aufgeregt piepst der kleine Spatz: „Ich hab´ den Frühling schon gesehen, kommt schnell mit, ich will ihn euch zeigen.“

Nun fliegt der Spatz voraus, dann hoppelt der Hase, das Reh trabt dahinter und der Fuchs schleicht zum Schluss.

Ihr folgt alle dem Spatz bis zum Rande des Waldes, denn dort hat die Sonne schon ein Stückchen Schnee weggeschmolzen. Und die weißen Blüten eines Schneeglöckchens baumeln im Sonnenlicht.

Du freust dich mit den Tieren, denn nun wisst ihr, dass der Frühling schon bald naht. Eine Weile betrachtet ihr noch das Schneeglöckchen, wie es sich in der Sonne räkelt und die warmen Strahlen der Sonne genießt.

Vom vielen Laufen bist du schließlich müde geworden und es ist an der Zeit, nach Hause zu gehen. Du verabschiedest dich von den Tieren und machst dich auf den Heimweg. Zu Hause angekommen, ziehst du deine Jacke und die Stiefel aus und machst es dir mit einer Decke auf deinem Lieblingsplatz bequem. Du bist ganz ruhig und entspannt. Du spürst, wie schwer dein Körper ist. Das Laufen im Wald und Schnee war ganz schön anstrengend und du fühlst, wie schwer deine Arme und Beine sind.

Ganz schwer sind deine Arme und Beine.
Die Decke hält dich warm und geborgen, die Wärme fühlst sich gut an.
Besonders deutlich spürst du die Wärme in deinen Armen und Beinen.
Eine angenehme Wärme breitet sich in deinem ganzen Körper aus.
Du fühlst dich rundherum wohl, du spürst nun deinen Atem, der dich sanft weckt.
Nun öffnest du deine Augen und kehrst kraftvoll und ausgeruht in das Hier und Jetzt zurück.

Ausmalbild Hase mit Blume
Viele weitere Ausmalbilder und andere Ideen gibt es hier bei Kinder – alles für Kids

Dienstag

Schäfchenwiese
Male unterschiedlich große Wolken auf ein dünnes Papier und schneide sie aus. Das sind die Körper. Tauche die Wolken kurz in Wasser und schüttle die Tropfen ab. Verteile sie auf einem großen Blatt Papier wie auf einer Wiese.
Klebe das Ende eines Wollfadens auf einen festen Pappkarton (ca. 10 x 15 cm) und umwickle diesen 15 bis 20-mal mit der Wolle. Der Faden muss nicht ordentlich aufgewickelt sein. Wenn die Karte bedeckt ist, schneide einfach den Rest des Fadens ab und befestige das Ende auf der Rückseite. Male nun die Vorderseite der Karte grün an. Bedrucke damit immer wieder das große Blatt Papier – so entsteht die Wiese.
Jetzt kannst du die weißen Wolken vorsichtig vom Papier abheben. Wenn die Farbe trocken ist, kannst du den Schäfchen Gesichter und Beine malen und Kulleraugen aufkleben. Zuletzt drucke mit den Fingerspitzen kleine, bunte Blumen ins Gras.

Gute Nacht Geschichte
Das Sandmännchen kommt jede Nacht und hat auch heute an Dich gedacht.
Es schleicht sich leise in dein Zimmer, hat sein Säckchen dabei wie immer.
Du bist noch wach und kannst nicht schlafen, dann erzählt er dir heute die Geschichte von den Schafen.
Auf einer Wiese mit grünem Klee standen Schafe, so weiß wie Schnee,
doch sah man dann genauer hin, stand ein blaues Schaf mittendrin,
doch später stand es abseits da, und niemand nahm es wirklich wahr.
Zu Hause erzählte es sein Leid und seine Mama war zum Helfen bereit.
Sie strickte Kleidung in der Farbe hell, die Tränen vom Schäfchen versiegten schnell.
Denn blau mochte es sich nicht leiden und deshalb tat es sich nun verkleiden,
schnell zog es sich die helle Jacke an, danach waren Hose und Schuhe dran,
auch eine helle Mütze kam hinzu und das Schäfchen war weiß im Nu.
Beim Spielen ist es dann passiert, dass es dabei seine Mütze verliert.
„Warum ziehst du so weiße Sachen an?“, fragten ihn die anderen Schäfchen dann.
„Du brauchst dich doch nicht zu verkleiden, wir mögen dich doch auch blau gut leiden,
und Fußball spielst du genial,
da ist uns allen deine Farbe egal!“
Darüber freute sich das blaue Schaf so sehr,
die hellen Sachen zog es an nie mehr,
denn ob ein Schaf nun blau ist oder weiß,
im Grunde genommen sind doch alle gleich.

Das Sandmännchen zieht sein Säckchen zu und wünscht dir eine gute Ruh.
Träum süß von den Schafen, doch du bist schon längst eingeschlafen.

Mittwoch

Heute schreiben wir einen Brief an Oma und Opa. Die Schulkinder schreiben ein paar Zeilen und die Kleinen zeichnen einfach ein schönes Bild.

Donnerstag

Heute steht Turnen mit Wirbelix und dem ABC auf dem Programm. Rein in eure Turnkleidung und dann kann es auch schon losgehen!

Achtung! Jetzt fängst alles an: Wirbelix turnt das Programm. Arme hoch und Arme weit – ja – jetzt turnen wir zu zweit!
Brummend kommen hier mit schweren Schritten unsere weißen Bären. Drehen langsam sich im Kreis – suchen Freunde auf dem Eis.
Tief neigt im Chinesen-Gruß jeder sich fast bis zum Fuß. Tsching-tschang-tschung und tsching-tschang-tschei. Die Begrüßung ist vorbei.
Tanz mit unsrer tollen Band einen wilden Dixieland. Lass die Beine munter springen und die Arme richtig schwingen.
Eine Eiche wächst empor, bis zum höchsten Wolkentor. Anfangs bist du klein und schwach, dann trägst du ein Blätterdach!
Frösche hüpfen querfeldein, wollen frei und fröhlich sein. Fang das Bein im schnellen Trab; eins und zwei und schnipp und schnapp.
Jeder müde Gartenzwerg träumt vom Glockenblumenberg, macht die Augen ganz fest zu – und dann schläft er. So wie du!
Beine auf und zu und dann springen wir den Hampelmann. Hopp und hopp und noch einmal – wie ein bunter Gummiball.
Indianer hocken so: flache Sohle, tiefer Po. Halten in der Sommernacht stets am Lagerfeuer Wacht.
Jakob, Jan und Josefine tanzen für die Maus Alvine. Zwei Schritte vor und zwei zurück – Mäusetänzchen heißt das Stück.
Käfer krabbeln um das Haus, schütteln ihre Beinchen aus. Schütteln – schütteln – bis zum Schluss jeder Käfer rasten muss.
Wenn wir auf dem Rücken liegen, lernen unsere Beine fliegen. Mit dem lila Liegerad strampeln wir ins Wannenbad.
In der Monduhr laufen Stunden oder hüpfen Sternsekunden. Lauf im Kreis – und jetzt hüpf weiter bis zur Regenbogenleiter!
Wenn das Nashorn Flöte spielt, ist das Murmeltier verkühlt, kuschelt sich ins Nest hinein, rollt sich wie ein Igel ein.
Lässig wiegt der Octopus sich im Tiefsee – Tauchergruß. Seine Arme winken allen Robben, Walen, Fischen, Quallen.
Für die Wirbelix-Parade; hoch die Knie, den Kopf gerade! Eins und zwei und eins und zwei, jetzt zieht die Musik vorbei.
Quapp im Tümpel an der Quelle krault am liebsten auf der Stelle: Will mit seinen Zehenspitzen auf dem Wasser Wellen kitzeln.
Reiter üben – hopp und hopp – erst den Trab und dann Galopp! Pferde wiehern ziemlich laut, wenn der Reiter Unsinn baut.
Meister Storch auf einem Bein steht ganz still und zählt bis neun. Wackel nicht! – Halt still! – Steh fest! Gut! – und jetzt flieg in dein Nest!
Trockenschwimmen macht viel Spaß und du wirst dabei nicht nass. Drück das Wasser fest zurück – schon schwimmst du nach vor ein Stück!
Uhren gehen rasch im Kreise – einmal laut und einmal leise. Laut: Und tok und tok und tok. Leise: Tik und tik und glock.
Vögel fliegen hoch im Wind, weil die Flügel kräftig sind. Denn sie müssen tüchtig schwingen und den Jungen Futter bringen.
Wackelwicht und Wimmerfee üben Seiltanz in der Höh. Wackeln hin und wackeln her – Balancieren – das ist schwer.
Xaver, Max und Alexander üben Hexen-Salamander, sitzen in der Zauberkette, wirbelixen um die Wette.
Jetzt erscheint, ihr wisst es schon – das verehrte Ypsilon. Es verneigt sich würdevoll, jeder fragt sich, was das soll?
Jetzt im Zwergenkreis zum Schluss kommt der Zipfelmützengruß. Erst wenn alle Zwerge sitzen, ziehen sie die Zipfelmützen.

Ausmalbild Freddy Fit
Viele weitere Ausmalbilder gibt es hier bei familyaustria

Freitag

Heute habe ich ein paar köstliche und gesunde Rezepte für euch.

Schlauberger-Nussaufstrich für 4 Personen
150 g Topfen, 50 g Sauerrahm, 50 g gemahlene Haselnüsse, 1 kleiner Zwiebel fein geschnitten, ½ TL Senf, 1 EL gehackte Kräuter, Pfeffer und Salz nach Geschmack

Alle Zutaten gut verrühren, abschmecken und anschließend mit einem frischen Brot genießen.

Vollkornweckerln
500 g Weizenvollkornmehl, 3 EL kaltgepresstes Sonnenblumenöl, 1 Pkg Trockengerm oder 30 g frische Germ, 300 ml lauwarmes Wasser, 1 TL Meersalz, verschieden Körner zum Bestreuen

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mindestens 5 Minuten kneten. Aus dem Teig Weckerln formen, mit Wasser bestreichen und nach Belieben in Mohn, Sesamöl, Sonnenblumenkernen tauchen. Die Weckerln auf ein gefettetes Blech legen und im vorgeheiztem Rohr bei 200° C ca. 15 bis 20 Minuten backen.

Indianer-Muffins
160 g Weizenvollkorn oder Dinkelmehl, ½ TL Salz, 80 g Maismehl, 1 Packerl Weinsteinbackpulver, 2 EL kaltgepresstes Sonnenblumenöl, 1 Ei, 150 ml Buttermilch, ½ TL Oregano, 100 g Maiskörner, 1 kleiner Zwiebel gewürfelt, 1 Karotte geraspelt, Muffins-Papierförmchen

Alle Zutaten bis auf Backpulver und Gemüse gut verrühren, 10 Minuten quellen lassen und anschließend das Gemüse und das Backpulver einrühren. Die Masse in Muffinförmchen (ca. 3/4 voll) füllen und im vorgeheiztem Backrohr bei 200° C ca. 25 Minuten backen.

Ich wünsche euch ein gutes Gelingen und lasst es euch schmecken!

Die turnenden Zahlen
Wirbelix zählt Eins und steht – streckt sich hoch so weit es geht!
Schau, auf seinen Fingerspitzen bleiben Regenwolken sitzen!
Zähl mit Wirbelix bis Zwei, hüpf im Takt und klatsch dabei!
In die Knie und Füße zu! So hüpft nur ein Känguru!
Zählt der Wirbelix bis Drei, fliegst als Raumschiff du vorbei!
Weich schnell aus – da schnuppen Sterne und verglühn dann in der Ferne.
Zählt der Wirbelix bis Vier, hüpfen Häschen durch die Tür,
suchen sich schnell ein Versteck und sind – husch – schon wieder weg.
Zählt der Wirbelix bis Fünf, kannst du im Liegen deine Wirbelsäule biegen:
Fingerling und Zehenspitzel treffen sich am höchsten Gipfel!
Zählt der Wirbelix bis Sechs, such dir Blumen unterwegs.
Margariten, Nelken, Winden wirst du in der Wiese finden.
Zählt der Wirbelix bis Sieben, kannst du Erntearbeit üben;
Äpfel pflücken, Nüsse klauben, Birne oben, unten Trauben.
Zählt der Wirbelix bis Acht, wird ein Hebekurs gemacht.
Knie gebeugt, den Bauch zieh ein! So hebst du den Hinkelstein.
Zählt der Wirbelix bis Neun, ruderst du im Mondenschein.
Übers Meer, zum Land und dann legt dein Boot im Hafen an.
Zählt der Wirbelix bis Zehn, beginne langsam dich zu drehn.
Mach dabei die Augen zu – Hallo Kreisel! – Da bist du!
Zählt der Wirbelix bis Elf, dann will dein Rücken sich zum Katzenbuckel bücken.
Einmal flach, dann wieder rund, macht geschmeidig und hält gesund!
Zwölf zählt Wirbelix und lacht; das hat wirklich Spaß gemacht!
Tschüss, bis bald und beweg dich fix – und turne nun oft mit Wirbelix!

Ich hoffe, diese Ideen gefallen euch ebenso gut wie meinen Tageskindern.

Manuela S., Tagesmutter aus Trofaiach