Wichtel Tomte begleitet uns durch den Advent

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Tomte ist ein Wichtel und kommt ursprünglich aus Schweden. Unser Tomte stammt aus einem Dorf namens Wichtelhausen. In der Vorweihnachtszeit sucht sich Tomte einen Platz in unserem Haus, welches er von nun an beschützt und dem Christkind die Wünsche der Kinder zuflüstert.

Das Christkind hat ja so viel zu tun. Also richtete sich Tomte eine Tür, die ihn in seine Werkstatt bringt, wo er arbeiten kann, um das Christkind zu unterstützen. Bei uns hat er die Fensterbank gewählt und dort seine Tür angebracht. Beinahe täglich verändert sich sein Eingang zur Tür, Bänke werden aufgestellt und sogar einen Kamin hat er.

Briefe von Tomte

Nach und nach hinterlässt uns Tomte Geschichten und Gedichte, manchmal auch Süßigkeiten und sogar neue Spielsachen und manchmal müssen wir ihm helfen Matheaufgaben zu lösen, Puzzle zu bauen oder Dinge für ihn im Wald zu besorgen. Wir haben auch schon Kekse für ihn gebacken. Damit der Wichtelbauch nicht zu voll wird, haben wir geholfen die Kekse zu essen. Als Gegenleistung bekamen wir einen Sack voll Gemüse und ein Rezept, also kochten wir gemeinsam Eintopf daraus.

Tomte brachte uns bereits eine Krippe und Lieder, damit wir die Weihnachtsgeschichte erleben können. Unser Tomte ist fünf Jahre alt, in diesem Alter dürfen Wichtel schon Autofahren und er kam dieses Jahr mit einem Cabrio, um alle seine Sachen unter zu bringen. Die Kinder dürfen die Sachen natürlich zum Spielen benutzen und stellen sie anschließend wieder sorgfältig zurück.

Spuren von Tomte

Da Tomte nur nachts rauskommt, können ihn die Kinder leider nicht sehen. Aber wenn man ganz still ist und an seiner Tür lauscht, hört man ihn in seiner Wichtelwerkstatt klopfen und hämmern.

Wir können auch sehen, wann Tomte Tee getrunken hat, denn meistens räumt er seine Sachen nicht weg und hinterlässt Spuren. Da passiert es schon einmal, dass Tomte seine Teekanne vergessen hat und Keksbrösel herumliegen. Es kam auch schon vor, dass der ganze Esstisch voller kleiner Stiefelabdrücke war, weil genau als er seine Schuhe mit Schuhcreme putzte, ihn unsre Katzen auf den Tisch jagten. Das haben wir aus einem Brief von ihm erfahren haben!

Tomte war fleißig, er arbeitet den ganzen Tag, hat umgeräumt, Baustellenschilder aufgebaut, Bäume gepflanzt und bereitet eine Party vor.

Der erste Advent

Der erste Advent stand vor der Tür, Tomtes Adventkranz stand bereit und wir übten fleißig das Lied, das er uns mitbrachte: „Wir sagen euch an, den lieben Advent …“
Tomte erzählte uns, dass Jesus geboren wurde, Könige kamen, um ihn zu sehen, Hirten und Tiere, egal ob arm oder reich – das Wunder von Bethlehem machte alle gleich! Außerdem gibt es nach wie vor jedes Jahr eine riesige Party, da müssen auch wir feiern.
Tomte hat sich einen Grill und Partydeko besorgt, er wird wohl mit seinen Freunden eine Adventfeier machen. Damit wir auch grillen können, hat er uns ein kleines Raclette gebracht, das werden wir natürlich bei unserer Feier ausprobieren.

Immer wieder fragen die Kinder:

Wie sieht Tomte eigentlich aus?

Genau wissen wir es nicht, aber mir wurde zugeflüstert, er zeigt sich noch vor Weihnachten als Stoffpuppe, die dann bei uns bleiben darf.
Wir haben nun aus Handabdrücken eigene Wichtel gebastelt – wir sind gespannt, ob er sie abholt und uns eine Nachricht hinterlässt.

So viele Kartons

Tomte holt nach und nach unsere Spielsachen und tauscht sie gegen Kartons aus. … die Kinder spielten noch nie so ruhig und konzentriert wie in der letzten Zeit. Sie stapeln, bauen, verstecken und so vieles mehr … Und sitzen die Kinder nicht in den Schachteln, haben die Katzen ihre Freude daran.
Die Idee dazu habe ich vom Projekt Vivid Spielzeugfrei und auch die Eltern sind begeistert.
Tomte hat mir erzählt, dass die Kinder noch Tücher für ihre Spiele bekommen und außerdem Fingerfarben, um die Kartons zu bemalen.

Es bleibt weiterhin spannend

Der Wichtel Tomte begleitet uns durch die gesamte Winterzeit, im Frühjahr löst ihn dann seine Cousine Elfie Fee ab.

Lydia L., Tagesmutter aus Ottendorf

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