Ich gehe mit meiner Laterne

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Alle Jahre wieder, so auch heuer, bereiten sich meine Kolleginnen Astrid, Heidi und ich gemeinsam mit unseren Tageskindern auf das traditionelle Martinsfest vor. Für das heurige Fest brachten die Kinder leere Käseschachteln mit. Das weckte natürlich die Neugier, wie wohl die Laterne dieses Jahr aussehen wird.

Die Kinder gestalteten ihre Laterne heuer in der „Murmeltechnik“, denn da können auch schon die Kleinsten mit Feuereifer mitarbeiten. Wir benötigten dazu eine Schachtel, Transparentpapier, Acrylfarben und natürlich Murmeln. Schnell ein paar Klekse in den Lieblingsfarben der Kinder auf dem Papier verteilt und schon ging es los. Die Murmeln zauberten durch das Schütteln und Lenken in der Schachtel farbige Spuren. Es erforderte von den Kindern viel Konzentration und Koordination.

Nachdem unsere Kunstwerke getrocknet waren, wurden sie zusammengeklebt, eine Kerze hineingestellt und zum Tragen ein Haselnussstock montiert. Die Stöcke hatten wir vor einiger Zeit bei einem gemeinsamen Spaziergang gesammelt. Wir lernten auch noch zwei Lieder, die wir fleißig probten, und mit jedem Tag sangen die Kinder besser und lauter.

Der Heilige Martin

Nun war endlich der große Tag gekommen, an dem wir unsere selbst gebastelten Laternen ausführen durften. Auch viele ehemalige Tageskinder und Geschwister waren mit von der Partie. Mit unseren Laternen zogen wir singend eine Runde um den Häuserblock und versammelten uns dann auf der großen Wiese, um dort gemeinsam das Martinsfest zu feiern.

Lukas und Gregor führten für uns das Martinsspiel auf, dem die Kinder ganz gespannt folgten. Und anschließend sangen wir alle gemeinsam das Lied „Ein bisschen so wie Martin“. Passend zum Fest haben wir uns bereits im Vorfeld mit dem „Teilen“ beschäftigt. Also teilten wir miteinander kleine Weckerln und genossen dazu warmen Kinderpunsch.

Ein großes Dankeschön an alle Eltern und auch unsere Familien. Sie alle halfen tatkräftig mit, wie etwa bei der musikalischen Umrahmung, als Darsteller beim Martinsspiel oder bei der Absicherung unseres Rundganges.

Barbara G., Tagesmutter aus Bad Aussee

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