23 Jahre als Tagesmutter

23 jahre als tagesmutter

23 Jahre war ich mit großer Freude Tagesmutter, es machte mir bis heute immer viel Spaß, mit Kindern zu arbeiten. So sehr, dass ich drei Jahre länger arbeitete. Und nun verabschiede ich mich in den Ruhestand – mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn ich weiß nicht, was mich erwartet.

Wir waren so oft wie möglich draußen im Freien. Dort konnten die Kinder ihren Bewegungs- und Entdeckungsdrang ausleben. Wir unternahmen kleine Wanderungen in die umliegenden Wälder oder zum Spielplatz. Auch in meinem großen Garten tobten die Kinder nach Lust und Laune herum.

Wir waren so unternehmungslustig …

Wenn das Wetter nicht mitspielte, bastelten wir, lasen Bücher vor oder spielten verschiedene Spiele. Bücher lesen war ein wichtiger Bestandteil in meiner täglichen Arbeit. Jeden Tag suchten sich die Kinder ein Buch heraus, das wir gemeinsam anschauten und ich dann vorlas.

Zu unseren täglichen Ritualen zählte auch das Singen aus einem ganz bestimmten Liederbuch, das die Kinder liebten. Eines der Kinder holte es aus dem Regal und mit Begeisterung sangen alle bei jedem Lied zumindest schon die erste Zeile auswendig mit.

In den letzten Jahren machten wir Freitags oft einen Ausflug zum nahegelegenen Pflegeheim und besuchten die HeimbewohnerInnen. Dort sangen wir gemeinsam Lieder, spielten Spiele oder brachten kleine Geschenke mit.

Ich legte immer sehr viel Wert auf gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Daher verwendete ich saisonale und regionale Lebensmittel, die ich jeden Tag frisch zubereitete. Auch aus dem eigenen Gemüsegarten ernteten wir gemeinsam für das Mittagessen.

Wir feierten auch allerlei Feste. Geburtstage der Kinder, das Sommerfest, die gemeinsame Osterjause mit Kindern und Eltern und natürlich die Abschiedsfeste, wenn meine Tageskinder in den Kindergarten wechselten.

23 Jahre Wegbegleiterin

Meine Aufgabe war es, Kindern eine familiäre Umgebung zu bieten und sie ein Stück ihres Weges zu begleiten. Ich liebte meinen Beruf und war gerne für die Kinder da.

Und heute sage ich danke. Ganz besonders den Eltern, die mir ihre Kinder anvertraut haben und zu denen ich immer ein freundschaftliches Verhältnis hatte.

Maria-Anna K., Tagesmutter aus Arnfels