Ab in den Wald – ein aufregender Ausflug

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Ein Ausflug in den Wald ist für meine Tageskinder immer etwas Besonderes. Aber an diesem Tag war alles ein wenig anders.

Ich bekam drei Nordmanntannenpflänzchen als Werbegeschenk. Mit einem befreundeten Jäger vereinbarte ich, die Bäumchen in seinem Wald am Waldlehrpfad zu pflanzen. Zur großen Begeisterung der Kinder versprach er, unsere Pflanzaktion zu begleiten.

Der große Tag

Schon am Vormittag begannen wir mit unseren Vorbereitungen. Wir malten, hämmerten und bastelten ein tolles Schild für unsere Bäumchen.  Nach dem Mittagsschläfchen fuhren wir dann in den nahe gelegenen Wald. Dort erwartete uns schon der Jäger Erich Temmel am Eingang des Waldlehrpfades.

Nach einer kurzen Wanderung fanden wir einen schönen, hellen Platz für unsere Bäumchen. Unter fachkundiger Anleitung des Jägers gruben wir Löcher in den Waldboden. Wir setzten die Bäumchen ein und klopften unser Schild daneben in den Boden. Nebenbei stellten die Kinder viele Fragen rund um das Thema Wald und seine Bewohner und bekamen fachgerechte Antworten.

Was fressen die Waldbewohner?

Herr Temmel erklärte den Kindern anhand eines Fichtenzapfen, wo sich die Samen der Nadelbäume befinden. Dazu mussten wir den Zapfen auseinander drehen. Ganz tief unten in der Zapfenschuppe, da wo die Spindel festsitzt, fanden wir zwei rundliche Samenkörner.

Diese winzigen Samenkörner sind für viele Waldbewohner wie etwa das Eichhörnchen eine wichtige Nahrungsquelle. Deshalb liegen auch so viele angeknabberte Zapfen am Boden .

Wir wanderten noch ein Stück in den Wald hinein, wo wir zur Futterstelle für die Rehe und Hirsche kamen. Dort gibt es einen Salzstein, an dem die Waldtiere lecken, und verschiedene Futterbehälter.

Ein Schloss für Feen

Zuletzt bauten wir noch ein wunderschönes Waldschloss aus Moos, Rinde und Ästen für unsere kleinen Feenpüppchen. Dazu passte die Geschichte von den drei kleinen Feen und dem Igel, die ich den Kindern hier mitten im Wald erzählte.

Unsere  Bäumchen werden wir natürlich jetzt sooft es geht besuchen und ihr Wachsen beobachten.

Manuela S., Tagesmutter aus Trofaiach

Die Geschichte der drei Feen

Drei kleine Feen wanderten im Elfenwald einen schmalen Wanderweg entlang. Die drei Feen hießen Monafee, Sanafee und Lilienfee. Sie wollten Blumen pflücken. Monafee pflückte eine große rote Lichtnelke, Sanafee einen wunderschönen Löwenzahn und Lilienfee?

Lilienfee pflückte ein Gänseblümchen. Denn ihre Lieblingfarben sind Weiß und Gelb. Als sie die Blume aufhob, kam ein Igel aus dem Gänseblümchen gekrochen. Da fiel Lilienfee vor Schreck um. „Keine Angst, Kleines!“, sagte der Igel. Lilienfee stotterte: „H-h-hab ich nicht. Ich war nur überrascht!“, und sah zu ihren Freundinnen hoch.

„Wer bist du?“, fragte Sanafee. „Ich bin Ludwig, ein Igel. Die wichtigere Frage aber ist: Wer seid ihr?“, sprach der Igel. „Wir sind Feen. Ich bin Sanafee, das ist Monafee und das ist Lilienfee.“ „Schön, euch kennen zu lernen“, sagte der Igel und erzählte, dass er sich verirrt hatte.

Darauf sagte Monafee, sie könne ihn mit einem Zauberspruch wieder zurück nach Hause zaubern. Begeistert stimmte Ludwig zu und wünschte seinen neuen Freundinnen noch einen schönen Tag. „Schuppidu, Schuppidu und Käfermist, schnell dorthin, wo der Igel zu Hause ist!“ und schon war Ludwig verschwunden.

„Ich glaube, jetzt ist er wieder zu Hause!“, rief Sanafee und kicherte. Die drei Feen nahmen ihre Blumen und flogen auch nach Hause, zurück in den Elfenwald in ihr schönes Feenschloss.

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