Wir gehen mit unseren Laternen

laternen

Im November feierten wir unser Laternenfest mit den Tageskindern und ihren Gästen. Schon einen Monat davor begannen wir, Laternenlieder und Martinslieder zu singen und unsere bunten Laternen zu basteln. So konnten selbst die „Kleinen“ die Lieder singen und auch ihre Laternen mit ihrem Handabdruck selbstständig gestalten.

Die Tageskinder hatten fleißig Oma und Opa, Tanten und Onkeln sowie Geschwister und Cousinen eingeladen. So feierten wir das Laternenfest in einer großen Gruppe.

In der Woche vor dem Fest haben wir einen Striezel gebacken, den Lena, mein ältestes Tageskind, flechtete und mit Ei bestrich.

Und dann war es endlich so weit. In der Dämmerung trafen wir uns auf der großen Wiese in unserer Schrebergartensiedlung. Wir zündeten die Lichter in den Laternen an und begrüßten uns gegenseitig mit einem Begrüßungslied aus unserem Morgenkreisritual.

Dann sangen wir ein Laternenlied und ein Martinslied und hörten anschließend die Legende des Heiligen Martin, die ich den Kindern und Erwachsenen mit Playmobilfiguren erzählte. Anschließend machten wir alle zusammen einen Laternenzug durch die inzwischen dunkle Gartensiedlung, wobei wir dazu unsere Lieder sangen und Laternen trugen.

Zum Abschluss unseres Festes durfte jedes Kind ein LED-Teelicht mit nach Hause nehmen. Sie sollten selbst auch ein Licht an dunklen Stellen sein. Wir überlegten gemeinsam, was das sein könnte. Zum Beispiel die kranke Oma oder die Nachbarin besuchen oder für sie mit einkaufen. Ihnen von den Erlebnissen bei der Tagesmutter erzählen oder ihnen die gelernten Lieder vorsingen. Armen Menschen eine kleine Jause kaufen oder …

Wir wärmten uns am warmen Kakao und schmausten unseren selbstgebackenen Striezel.

Esther F., Tagesmutter aus Seiersberg