Wer betreut mein krankes Kind?

Karriere

Wer Kinder hat, der weiß um die freudigen Seiten des Elternseins. Man erlebt viele wunderschöne Momente und auch alles, was sonst noch dazu gehört. Schlimm ist es dann, wenn ein Kind krank wird. Oma und Opa sind selbst noch berufstätig oder wohnen nicht in der Nähe. Der Pflegeurlaub ist aufgebraucht, ein beruflicher Termin unaufschiebbar. In diesem Moment kommt unweigerlich die Frage: Wer betreut mein krankes Kind?

Unser Angebot

Seit mehr als fünf Jahren kommen genau jetzt unsere ausgebildeten Betreuerinnen zu Ihnen nach Hause. Sie betreuen und versorgen das kranke Kind mit Essen, kochen Tee und heiße Zitronenlimonade. Sie spielen und malen, lesen Geschichten vor und trösten es, wenn der Kopf oder der Hals allzu sehr schmerzen. In dieser heimeligen Atmosphäre können Kinder in Ruhe wieder ganz gesund werden.

Zunächst gab es dieses Angebot nur in Graz. Die positiven Rückmeldungen von Müttern und Vätern und die starke Nachfrage haben uns bestärkt, das Angebot auf die Umlandgemeinden von Graz auszuweiten. 2014 kam die Gemeinde Kumberg,  2017 die Gemeinden Gratwein-Straßengel und Gratkorn hinzu. Seit 2018 kommen unsere genau jetzt-Betreuerinnen in weitere 16 Umlandgemeinden im Süden von Graz.

Die Betreuerinnen

Die genau jetzt-Betreuerinnen sind gut ausgebildet und wissen, was Kinder in dieser Situation brauchen. Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung zur Tagesmutter und haben zusätzlich an internen Weiterbildungen teilgenommen. Unsere genau jetzt-Betreuerinnen haben ein Basiswissen rund um Kinderkrankheiten. Außerdem absolvierten sie einen Kindernotfallkurs und sind geschult in den rechtlichen Aspekten ihrer Tätigkeit. Themen aus der Entwicklungspsychologie ergänzen die interne Fortbildung. Überdies besuchen sie regelmäßig Supervision zur persönlichen Weiterentwicklung.

Das ist familienfreundliche Politik

Qualitätsvolle Kinderbetreuung beinhaltet neben einer liebevollen Haltung der Betreuerinnen eine gute Ausbildung, ständige Weiterbildungen und fachliche Begleitung der Arbeit. Denn das gibt Eltern, die ihr Kind in dieser schwierigen Situation einer fremden Person anvertrauen, die nötige Sicherheit. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit sollte professionell organisiert sein und den Betreuerinnen eine fixe Anstellung sichern. Das alles kann aus den Elternbeiträgen alleine nicht finanziert werden. Daher braucht das Angebot finanzielle Unterstützung.

Seit Beginn haben der Verein Tagesmütter Steiermark und das Land Steiermark das Angebot genau jetzt befürwortet und finanziell unterstützt. In zahlreichen, jährlichen Gesprächen ist es auch gelungen, die Stadt Graz als Fördergeber ins Boot zu holen.

Außerdem freut es mich, dass die Umlandgemeinden von Graz dem Angebot finanzielle Unterstützung zusicherten. Besonders erwähnenswert sind die vielen positiven Gespräche mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, denen es ein Anliegen ist, eine familienfreundliche Gemeinde zu sein.

Michaela Linhart, MBA
Geschäftsführerin